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Bisq nutzen um Bitcoin zu kaufen

Was ist Bisq?

  • Die Bisq App ist eine dezentrale Börse zum freien Handel von Kryptowährungen.
  • Bisq bietet die Möglichkeit ohne KYC Bitcoin zu kaufen und zu handeln.
  • Als Nutzer von Bisq läuft die App nur auf dem eigenen Rechner und keine dritte Partei hat Einblick in die Vorgänge auf Bisq.

Bisq baut seine Plattform bereits seit 2016 aus. Die dezentralisierte Börse ermöglicht es Benutzern, sowohl Krypto- als auch Fiat-Paare zu handeln.

Es wird hier eine Kombination aus Multisig-Escrows und einem Schlichtungsverfahren verwendet, um den ehrlichen Handel auf der Open-Source- und Tor-fähigen Peer-to-Peer-Plattform zu regeln.

Wenn man dezentral über z. B. Bisq Bitcoin kaufen möchte, kann man sich hier die Software für Win, Mac oder Linux herunterladen.

Vorher noch kurz zu den beiden Hauptgründen warum man eine DEX (dezentrale Exchange) immer einer zentralen Stelle vorziehen sollte.

Privatsphäre und Sicherheit in Bisq

Egal welche Bezahlmethode man in Bisq auswählt, es ist nie ersichtlich, dass Bitcoin transferiert/bezahlt wurden.

Es gibt keine Mittelsmänner, keine Registrierung, es werden keine Nutzerdaten an einem single point of failure gespeichert und es läuft automatisch alles über TOR.

Rückwirkend kann also niemand mit Sicherheit sagen, dass hier jemals Bitcoin gekauft wurden.

In Bisq mit SEPA Überweisung Bitcoin kaufen ist denkbar einfach

Software herunterladen, starten und beim ersten Öffnen eine Bitcoin Wallet darin einrichten. Bei dieser Wallet erhält man seine 12 Wörter ebenso wie bei jeder anderen sicheren, eigenen BTC-Wallet.

Dann erstellt man sich ein Passwort für Bisq, angemerkt sei hier, dass alle Daten somit verschlüsselt auf dem eigenen Rechner verbleiben, es wird also nichts öffentlich gemacht und man selbst hat die Verantwortung auf sein Passwort, die Wörter und das Bisq Backup gut aufzupassen.

Die Bisq App verbindet sich mit dem Bisq Protokoll welches einem nun Kauf- und Verkauf-Angebote listet.

Eigenes Konto in Bisq angeben

Möchte man nun via SEPA-Überweisung Bitcoin auf Bisq kaufen, muss dafür im ersten Schritt das dafür genutzte Bankkonto eingetragen werden.

Einfach oben rechts auf „Konto“ klicken. Dort wählt man dann den Punkt „Nationale Währungskonten“ aus, nutzt den Button „Neues Konto hinzufügen“ und wählt dann bei „Zahlungsmethode wählen“ „SEPA“ aus. Die entsprechenden eigenen Bankdaten gibt man nun ein.

Dies ist vollkommen sicher, denn die eigenen Daten verlassen den Computer zu keinem Zeitpunkt ohne, dass man dies selbst veranlasst. Auch kann keine dritte Partei diese einsehen. 

Bisq lässt einen nun eingrenzen, ob man nur mit Tauschpartnern aus dem Inland oder auch einer Auswahl an bestimmten anderen Ländern betreiben möchte. Es empfiehlt sich hier z. B. alle EU-Länder auszuwählen.

Nun prüfen wir, ob alle Daten auch 100 % richtig sind und speichern.

Bitcoin via SEPA-Überweisung kaufen

Filtern wir nun die Angebote z. B. nach Bezahlweise „SEPA“ und Währung „Euro“ erhalten wir eine Liste von verfügbaren Tauschpartnern.

Es werden nun auch Angebote angezeigt, welche derzeit noch grau hinterlegt und nicht wählbar sind. Dies liegt meist daran, dass das Limit für Käufe/Verkäufe durch das Vertrauens-Level eines neuen Accounts noch nicht für alle Angebote ausreicht. Es dauert 2 Monate bis ein neuer Account auch für größere Beträge frei wird.

Nun sucht man sich ein passendes Angebot aus der Liste und wählt aus, wie viele Bitcoin man erwerben möchte.

Im Anschluss zahlt man seine Sicherheitseinlage ein. Diese BTC Einlage sichert beide Vertragspartner ab und ersetzt so einen Mittelsmann.

Dafür benötigt man also vorher bereits Bitcoin. Es ist so, dass diese Bitcoin für die Zeit des Deals in eine Multi-Signatur-Wallet gepackt werden. Sobald der Handel von Käufer und Verkäufer als erfolgt bestätigt wird, erhält jeder Partner seine Bitcoin-Kaution zurück. Dies sichert so zuverlässig beide Teilnehmer ab.

Wenn man also für die Kaution anfangs Bitcoin in seine Bisq-Wallet einzahlen möchte, tut man dies via dem Hauptmenüpunkt „Gelder“ – und hat dann unten „Ihre Wallet finanzieren“ inkl. QR-Code der Bisq-Wallet.

Nun, nach Auswahl des passenden Angebotes und Einzahlung der Bitcoin Kaution lässt einen die Software das Angebot noch einmal prüfen:  „Überprüfung: Angebot annehmen, um Bitcoin zu kaufen“ zeigt mir alle Daten in der Übersicht.

Als Nächstes kann ich „Bestätigen: Angebot annehmen um Bitcoin zu kaufen drücken, und den Deal so verbindlich machen.

Oben rechts sehe ich gleichzeitig nun in Bisq, dass mein „Verfügbarer Betrag“ entsprechend gesunken ist. Klar, die Kaution befindet sich nun in der autom. erstellten Multi-Signature-Wallet für diesen spezifischen Handel.

Unter Portfolio kann ich nun die Bitcoin Transaktion mit ihrer spezifischen ID sehen:

Sobald diese Multi-Sig-Transaktion in die Blockchain geschrieben wurde, erscheint eine Meldung in Bisq mit dem Hinweis nun die SEPA-Überweisung durchzuführen. Auf der darunter erscheinenden Seite des soeben getätigten Handels sind alle Daten kompakt ersichtlich: Menge, IBAN des Verkäufers, zu nutzender Verwendungszweck usw..

Diese Daten nutzt man, um schnellstmöglich per SEPA Überweisung den notwendigen Betrag an den Handelspartner zu versenden. Dabei unbedingt beachten, das man nur den Verwendungszweck angibt, der auch in Bisq gezeigt wird und man nicht zusätzlich noch „Bitcoin Kauf“ oder ähnliches dazuschreibt. Dann macht man sich quasi zunichte, was man durch Bisq eigentlich erreichen wollte.

Dann klickt man auf Zahlung begonnen und wartet.

Der Vorteil einer dezentralen Börse (DEX) ist, dass nur ich und der Verkäufer die verwendeten Daten einsehen können. Alles ist dabei über das Tor-Netzwerk verschlüsselt. Die Bank kann nicht wissen, wofür diese Zahlung getätigt wurde.

Grundlage von Bisq und allgemein von DEXs ist, dass jeder der sich nicht an die Abmachung des Trades hält, ganz sicher seine Kaution/Sicherheitseinlage verliert. Daher haben beide Seiten einen guten Anreiz sich den Regeln entsprechend ehrlich zu verhalten.

Es reicht, sich nun zurückzulehnen und nach einigen Tagen in Bisq zu schauen, ob einem die gekauften Bitcoin gutgeschrieben wurden. Das Programm muss hierfür nicht geöffnet bleiben.

Mit Bisq kann man also dezentral & sicher Bitcoin kaufen oder verkaufen, ohne, dass jemand etwas davon erfährt.

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Wo kann man Bitcoins oder Altcoins kaufen?

Der Einkauf von Bitcoin, der einzigen echten Krypto-Währung (Bitcoin ist zensursicher, limitiert und durch jeden zu verifizieren, alle anderen alternativen Coins oder Tokens, sogenannte Altcoins, wie z.B. Monero, Dash, Litecoin, Nano, IOTA, BitcoinCash sind das nicht, sie sind meist nur Kopien ohne echten Wert, aber dennoch handelbar) ist denkbar einfach. Dazu benötigt man nur eine E-Mail Adresse und eine Internet-Leitung. 

Warum Bitcoins?

Der treibende Faktor hinter Bitcoin ist eine nur bei Bitcoin garantierte Dezenteralisierung, dies bedeutet, dass für Überweisungen und Bezahlungen keine zentrale Abwicklungsstelle, wie z.B. eine Bank, benötigt wird.

Wir empfehlen, wenn man unbedingt Traden möchte, eine Registrierung auf diesen beiden Webseiten. Es handelt sich um bewährte Online-Portale zum Bitcoin und Altcoin Trading.

Altcoins Kaufen auf Binance

Hier würden wir, wenn wir Altcoins handeln wollen würden, eine Registrierung vornehmen: Handel von Altcoins

Wie Bitcoins Kaufen und Handeln

Hier empfehlen wir den Kauf und den Handel von Bitcoins


Ganz ohne Registrierung und mit eigener App, ist z. B. Relai eine gute Alternative und Möglichkeit Bitcoin zu kaufen.

Sind Bitcoins sicher?

Wie bei Allem im Leben, müssen Sie einfach nur immer Ihre Krypto-Wallet sicher verwahren. Bitcoin macht so den internationalen Transfer von Beträgen einfacher als je zuvor und gibt Ihnen so die direkte Kontrolle über Ihr Geld.

Dies bedeutet auch eine volle Kontrolle über die Zeitpunkte von Überweisungen, keine Einschränkungen durch Ländergrenzen oder ähnlichem. Teure Gebühren an Ihre Bank benötigen Sie nicht mehr zu zahlen, wenn Sie Kryptowährungen nutzen.

So große Möglichkeiten gehen natürlich auch mit größeren Sicherheitsbedenken einher.

Richtig eingesetzt, kann der Bitcoin sehr hohe Sicherheitsansprüche erfüllen. Bedenken Sie aber immer, dass es in Ihrer Verantwortung liegt, Ihr Geld bestmöglich abzusichern.

Wie gehen wir vor, wenn wir Bitcoins kaufen wollen?

Nun, da wir wissen, was mit der virtuellen Währung Bitcoin alles möglich ist, wollen wir im ersten Schritt welche kaufen. Die einfachste Möglichkeit ist es, Bitcoins auf dem bitcoin.de Marktplatz-Portal online zu kaufen.

Die Anmeldung bei Bitcoin.de ist mehrstufig und in wenigen Minuten erledigt.

  • Nutzernamen wählen, ein Passwort und eine E-Mail-Adresse eingeben. Das Passwort idealerweise sehr sicher wählen, Klein- und Großbuchstaben integrieren, Sonderzeichen und Zahlen. mind. 10-20 Zeichen lang!
  • Anschließend Link in der E-Mail klicken, welche man von Bitcoin.de erhält.
  • Im Bitcoin.de Portal dann noch erforderliche Daten wie z.B. Wohnort und Telefonnummer eingeben.
  • Eingabe der Bankverbindung IBAN und BIC Ihres Kontos sowie einen Nachweis, dass man Besitzer des Bankkontos ist (Testüberweisung, oder Identverfahren).

Dann:

In Bitcoin.de dann im Anschluß einfach auf den Bitcoin-Marktplatz wechseln.

Zum Kaufen von Bitcoins müssen wir uns die linke Spalte ansehen. Hier finden wir alle aktuelle Angebote von Nutzern, die Bitcoins verkaufen.

Wenn man Bitcoins kaufen möchte, einfach auf ein dort gelistetes Angebot klicken.

Oder man gibt man in der linken Spalte “Kaufen” bei “Anzahl Bitcoins” ein, wie viele Bitcoins man erwerben möchte. Man müssen natürlich keinen ganzen Bitcoin erwerben, sondern man kann auch einen Betrag wie z.B. 1,25 unter “Anzahl Bitcoins” eingeben.

Das System wird anschließend in der Spalte “Kaufen” nur Angebote anzeigen, von denen man z.B. 1,25 BTC am Stück erwerben können.

Dann einfach nur eines der Angebote mit einem Klick auf das orangefarbene “KAUFEN” auswählen. Um nun als das Angebot endgültig anzunehmen, klickt man auf den Button „jetzt kaufen“.

Innerhalb von 60 Minuten sollte man dann den Kaufpreis über das Online-Banking der eigenen Bank an den Verkäufer überweisen. Danach mit dem Klicken des Buttons “als bezahlt markieren” das Anweisen der Überweisung bestätigen.

Nun erhält man die gekauften Bitcoins gutgeschrieben.

Immer daran denken: Not your Keys, not your coins, („nicht deine Schlüssel, nicht deine Bitcoin“) – Bedeutet: wenn man die Passphrase (12 oder 24 Wörter) der Wallet nicht selbst notiert hat, dann hat diese jemand anders, meist der Internet-Service/die Webseite auf welcher man die Bitcoin gekauft hat. Daher sollte man diese schnell in eine sichere Wallet übertragen, zu welcher man die Keys/Passphrase hat.

Beispiele für gute Wallets: BRD, Hodl, Green, Bluewallet.

 Lesen Sie hier mehr über die Sicherung Ihrer digitalen Wallet.

Bitcoin ist „Enemy Money“

Bitcoiner sagen häufig, dass Bitcoin Geld für Feinde sei: Vijay Boyapati hat u. A. darüber getwittert; Nic Carter hat darüber geschrieben; Peter McCormack und American Hodl haben diese Aussage u. A. hier getätigt.

Mark Goodwin schrieb z. B. im Januar 2022: „Bitcoin muss einfach auch für Feinde sein, oder es wird nie wirklich für Freunde da sein.“

Was bedeutet es aber tatsächlich für Bitcoin, „für Feinde“ zu sein? Was bringt diesem, nicht auf Vertrauen, sondern auf Mathematik basierende, dezentralisierte Natur von Bitcoin mit sich?

Logisch: Bitcoin interessiert eine bestimmte Meinung nicht, auch nicht die Einschätzung potenzieller Handelspartner.

Bitcoin ist reiner Code, reine Mathematik. Bitcoin funktioniert somit immer einfach nach mathematischen Regeln, egal ob er von Freund oder Feind genutzt wird.

Das ist grundsätzlich wahr, aber das gilt bisher auch für jedes andere Geld: Mit Cash kann ich auch problemlos bei Fremden und Feinden Lebensmittel einkaufen.

Bitcoin kann den Menschen ermöglichen, einvernehmliche Transaktionen durchzuführen, ohne zu wissen, ob der andere ein Feind oder Freund ist.

Das ist wahr, gilt aber ebenso für jedes andere Geld: Wir überprüfen auch keine Baristas auf ihre ideologische Rechtschaffenheit, bevor wir eine Tasse Kaffee bei ihnen bestellen.

Vielleicht geht es also eher um zensierte Transaktionen, bei denen Käufer und Verkäufer gerne eine Transaktion tätigen würden, aber eine dritte Partei (Politiker, Bank, Zahlungsabwickler, Strafverfolgungsbehörden) dieser im Weg steht und die Zahlung blockiert.

Das ist offensichtlich eine große Verbesserung, die Bitcoin, Gold oder Bargeld dem Geldsystem bringen.

Wie Bitcoin tut, was Geld tut

Bitcoin ist nicht für Freunde. In der Tat braucht eine Wirtschaft der Freunde überhaupt kein Geld. (Sie brauchen vielleicht eine Rechnungseinheit, um Gefallen zu verfolgen und auszugleichen, aber unter gutgläubigen Freunden lässt sich auch das durch Tauschhandel regeln).

Dies ist der Grund, warum G. A. Cohens berühmte Analogie des Campingausflugs zunächst funktioniert:

In „Why Not Socialism?“ stellt Cohen eine reale Situation vor, in der Freunde entsprechend ihren Fähigkeiten Dinge und Gefallen geben und entsprechend ihren Bedürfnissen Dinge und Gefallen in Anspruch nehmen. Da wir das alle tun, wenn wir zusammen wegfahren, warum könnte die Welt nicht auch nach diesen Prämissen funktionieren?

Im engen Beispiel des Campingausflugs klappt das. Aber im weiteren Sinne für eine große Welt, in der wir nicht jeden gut kennen, nicht garantieren können, dass der andere das Beste für einen möchte, funktioniert das natürlich so nicht.

In der Tat ist die eigene Familie die einzige vertrauenswürdige funktionierende sozialistische Kommunen der Welt – und sie verlässt sich nicht auf Geld.

Zumindest muss sie das nicht. Stattdessen arbeitet sie mit Vertrauen, mit unbestimmten Gefallen, die geistig verrechnet (oder wohltätig gewährt) werden, und mit unbestimmten Verantwortlichkeiten, die mit der jeweiligen Rolle in Einklang stehen. Mit einem Wort: Kredit. Freunde und Menschen innerhalb einer Familie können eher mit Vertrauen arbeiten, denn das ist billiger (weniger ressourcenintensiv) als Geld.

In einer Welt mit vollständigem Engagement und vollem Vertrauen ineinander brauchen die Akteure kein Geld und können sich stattdessen vollständig auf Kredite verlassen.

Stellen Sie sich vor, dass jedes Mitglied der Wirtschaft – ob klein oder groß – volles Engagement und volles Vertrauen hat. Nun kann man die Ressourcenkosten und Umstände von Geld ja quasi einfach umgehen.

Die imaginäre Buchführung von Krediten reicht in diesen Fällen aus.

Stefano Ugolini, ein Wissenschaftler für Zentralbankwesen an der Universität Toulouse, schreibt im typischen Jargon der Geldwirtschaft: „Die Reibungen, die nötig sind, um Geld unentbehrlich zu machen, machen Kredite in der Regel undurchführbar, und Umgebungen, in denen Kredite möglich sind, sind solche, in denen Geld in der Regel nicht notwendig ist.“

Damit Geld ein konkurrierendes System verbessern kann, das ausschließlich auf Kredit und Vertrauen basiert (wie unsere obige Geschichte vom Freundschafts-Camping), legen die von den Geldwirtschaftlern entwickelten Modelle nahe, dass die Akteure

  • kein perfektes Gedächtnis über frühere Handelspartner haben (oder Anonymität) haben können;
  • nur begrenzt in der Lage sein müssen, Zusagen zu machen und durchzusetzen; und
  • die Möglichkeit einer einmaligen Transaktion haben (z. B. wenn Fremde in die Stadt kommen).

Das klingt sehr viel mehr nach unserer Welt als nach den Modellen, mit denen die Geldwirtschaftler spielen.

Mit anderen Worten, wir befinden uns genau in dem Umfeld, in dem Geld unverzichtbar ist.

Geld dient der Abwicklung von Geschäften, wenn wir einander nicht vertrauen oder nicht vertrauen können, wenn es sich nicht um wiederholte Geschäfte handelt oder wenn die transaktionalen Bindungen zueinander nicht stark sind.

Denn was ist eigentlich Geld? Geld ist ein Anspruch an die Gesellschaft. Ein Beweis und Wertspeicher meiner Arbeitsleistung.

Jetzt nähern wir uns den bekannten Satoshi-Aussagen, unabhängig davon, ob dieser sich bewusst war, dass die Geldwirtschaft schon Jahrzehnte zuvor zu diesem Ergebnis gekommen war oder nicht:

„Das Hauptproblem bei konventionellen Währungen ist das Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Man muss der Zentralbank vertrauen, dass sie die Währung nicht entwertet, aber die Geschichte der Fiat-Währungen ist voll von Verstößen gegen dieses Vertrauen. Man muss den Banken vertrauen, dass sie unser Geld aufbewahren und elektronisch überweisen, aber sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen, ohne auch nur einen Bruchteil davon zurücklegen zu können. Wir müssen ihnen unsere Privatsphäre anvertrauen und darauf vertrauen, dass sie unsere Konten nicht von Identitätsdieben plündern lassen. Ihre massiven Gemeinkosten machen Kleinstzahlungen unmöglich.“

Einer der grundlegendsten Artikel der monetären Ökonomie ist „Das Böse ist die Wurzel allen Geldes“ von Nobuhiro Kiyotaki und John Moore, der die alte biblische Aussage umkehrt.

Hier stellen die beiden die seit langem bestehenden monetären Märkte des Handels dar und untersuchen die Bedingung der doppelten Übereinstimmung der Bedürfnisse, die als Rechtfertigung für Geld verwendet wird, seit William Stanley Jevons den Satz 1875 geprägt hat.

Sie zeigen hierin auch, dass dies nicht der einzige oder sogar der wichtigste Weg ist, um Geld in einer Volkswirtschaft funktionsfähig zu machen. Insbesondere Geld in Formen, die keinen anderen wirtschaftlichen Nutzen haben (d. h. das, was Geldökonomen mit „innerem Wert“ meinen).

Stattdessen zeigen sie, dass mangelndes Engagement und die „Berücksichtigung eines Mangels an Vertrauen“ primär, ja sogar „der Ausgangspunkt für eine Theorie des Geldes“ sind.

Einige Jahre zuvor hatte der damalige Ökonom Narayana Kocherlakota aus Minneapolis gezeigt, dass „Geld lediglich eine primitive Form des Gedächtnisses ist.“

Man beachte hier die Bitcoin-Verbindung, denn was sind Bitcoins Blöcke mit UTXOs anderes als eine lange Tabelle von Transaktionen, die als Geldspeicher fungieren?

Geld/Bitcoin überwindet das Problem des Vertrauens, weil „jede Funktion, die Geld erfüllt, durch die Möglichkeit des Zugriffs auf die Vergangenheit der Handelspartner erfüllt werden kann“.

Kocherlakota erklärt: „Wenn ein Akteur in einer monetären Umgebung heute Ressourcen abgibt, erhält er Geld, das er in der nächsten Periode zum Kauf von Ressourcen verwenden kann.

Analog dazu wird in einer Umgebung mit Gedächtnis für jeden Akteur eine imaginäre Bilanz geführt. Wenn ein Individuum etwas konsumfähiges an jemand anderen abgibt, steigt sein Kontostand, und seine Fähigkeit, zukünftige Transfers zu empfangen, nimmt zu.

Bekommt er etwas zu Konsumieren von jemand anderem, sinkt sein Saldo, und seine Fähigkeit, künftige Transfers zu empfangen, nimmt ab. Im monetären Umfeld ist Geld lediglich ein physisches Mittel zur Aufrechterhaltung dieser Bilanz.

Dies verdeutlicht, wie Geld, wenn es seine Aufgabe richtig erfüllt, die möglichen Handelsmöglichkeiten für uns alle erweitert. Ein gutes Geld verbessert die Handelsmöglichkeiten, die uns ohne Geld zur Verfügung stehen.

Ein richtiges Geld (wie Bitcoin) liefert uns wahrheitsgemäße Signale über Knappheit und Bedarf, über das, was wirtschaftlich verfügbar ist, und über das, was die Menschen nachfragen.

Der Zweck immaterieller Token oder sogar glänzender Metalle, die nichts zu bewirken scheinen, besteht darin, eine technologische Innovation zu sein, die den Handel erleichtert, wie William Goetzmann in seinem großartigen Buch „Money Changes Everything: How Finance Made Civilization Possible“ so überzeugend dargelegt hat.

Daher war die Rede von den Ressourcenkosten des Geldes immer nur ein reines Ablenkungsmanöver. Durch die Ausweitung des Handels und der Arbeitsteilung, durch die Überwindung des Problems des unvollkommenen Vertrauens, des Gedächtnisses oder der Verpflichtung schafft Geld/Bitcoin und ein solides Geldsystem einen Mehrwert für die Gesellschaft. Es verbessert unser wirtschaftliches Wohlergehen, anstatt es unnötig zu schmälern.

Ein weiterer monetärer Knoten, den Bitcoin auf elegante Weise löst, ist Armen Alchians Rechtfertigung für Geldinstitute als kostengünstige Inspektoren des monetären Tokens: „Jeder, der gebrauchtes Papier kauft, muss auch dessen Echtheit überprüfen, was die Geschwindigkeit der Transaktion verlangsamt. […] Unwissenheit führt dazu, dass Geld benutzt wird und dass Geld einen gleichzeitigen Austausch mit spezialisierten, fachkundigen, hoch angesehenen Mittlern erfordert.“

Bitcoin umgeht den Mittelsmann und erreicht in der modernen digitalen Welt die ideale Vertrauenslosigkeit, welche die Welt benötigt. Er ist sofort zu 100 % überprüfbar, seine Aufnahme in einen vorherigen (gültigen) Block trivialerweise leicht selbst zu kontrollieren.

Es ist genau die Technologie, die Kocherlakota in den 1990er Jahren identifizierte und über die Goetzmann in jüngerer Zeit berichtete: ein kollektives Gedächtnis, eine Aufzeichnung vergangener Transaktionen.

Ein gutes Gedächtnis macht gutes Geld

Wenn wir unter Feinden all diejenigen sehen, denen wir nicht (vollständig) vertrauen oder denen wir nicht (vollständig) vertrauen können – also fast alle, denen wir in der modernen Welt begegnen – dann ist natürlich nicht nur Bitcoin für Feinde.

JEDES Geld ist für Feinde. Wir vertrauen Freunden, Familienmitgliedern und geliebten Menschen, und mit ihnen können wir einen für beide Seiten vorteilhaften Austausch betreiben, ohne auf Bitcoin oder altes, von den Zentralbanken kontrolliertes, Geld zurückgreifen zu müssen.

Aber wenn das Vertrauen fehlt und kein glaubwürdiges Engagement vorhanden ist, kommt Bitcoin, also das Geld ins Spiel.

Zu sagen, dass Bitcoin für Feinde ist, ist eigentlich trivial: Jedes Geld ist für Situationen gedacht, in denen wir unseren Handelspartnern nicht vollständig vertrauen können.

Im englischen Original ist dieser Text zum großen Teil ein Gastbeitrag von Joakim Book, publiziert im Bitcoin Magazine vom Februar 2022.

Bei welcher Bank kann man Bitcoin kaufen?

Wo kann man seriös und sicher Bitcoin kaufen?

Zusammengefasst:

  • Im Web findet man einige zuverlässige und seriöse Banken und Webseiten auf welchen man Bitcoins kaufen kann
  • Die beste Lösung bez. Bitcoin Bank in Deutschland ist Fidor.


Fidor Bank

Die Fidor Bank AG ist laut Wikipedia eine Direktbank mit Sitz in München. Sie wurde 2009 gegründet und warb damals mit dem einzigen direkten Bankkonto-Anschluss an Bitcoin.de.

Dank der Partnerschaft zw. den beiden Plattformen ist es Bitcoin Käufern und Händlern möglich, via Bitcoin.de und einem Konto bei der Fidor Bank die Bitcoin Transaktionen enorm schnell im sogenannten Expresshandel abzuwickeln.

Webseiten-Screenshot Bitcoin.de Bitcoin Handel

Fidor bietet auf der Webpräsenz des Online-Bankkontos eine übersichtliche Seite für Überweisungen, Empfang, Daueraufträge und viele weitere bankenübliche Finanzmöglichkeiten, welche neben einfacher Kontoführung auch Dispokredite und den Handel mit Edelmetallen anbietet.

Den Handel via Bitcoin.de haben wir hier Schritt für Schritt beschrieben und in mehreren Tests für gut befunden.

Bedenken sollte man hier nur, dass man sich natürlich voll ausweisen muss und den KYC Prozess via Identitätsbestätigung durchführen muss. Per Postident dauert das einige Tage, dies ist aber auch Online mit Videocall möglich und dann innerhalb weniger Minuten erledigt.

Fidor Mastercard

Bei Fidor erhaltet ihr eine digitale Kreditkarte zum Konto kostenfrei dazu. Die physische Mastercard kostet 1 – 2 € pro Monat und bietet weltweit größte Akzeptanz im Einzelhandel und beim Onlineshopping.

Fidor: alle 3 Mastercard Angebote nebeneinander

Kontoauszüge können hier, wie bei jeder anderen Bank mit Online-Banking, aus dem Postfach auf der Fidor Webseite direkt eingesehen und heruntergeladen werden.

Fidor hat auch eine eigene App im iOS Appstore sowie im Google Playstore. Mit dieser kann man unterwegs klassische SEPA Überweisungen durchführen, seinen Kontostand prüfen und hat sogar die Möglichkeit Geld via E-Mail Adresse direkt zu versenden ohne die IBAN zur Hand haben zu müssen.

Wer regelmäßig auf bitcoin.de handelt, also dort Bitcoin kauft oder verkauft, dem sei das Fidor Bankkonto wärmstens empfohlen, denn so erhält man dort Zugang zum praktischen und bequemen Expresshandel.

Auch für Menschen, welche mit Krypto nichts zu tun haben, ist Fidor ein praktisches und modernes Bankkonto, welches einige gute Ansätze bietet.

Nuri (hat am 09.08.22 Insolvenz angemeldet! – Updates abwarten und Finger weg!)

Nuri ist Partner der Solarisbank AG aus Berlin („Solarisbank ist ein Technologieunternehmen mit deutscher Banklizenz“).

Das Nuri Bankkonto bietet wie Fidor auch alle Vorteile eines normalen, modernen Girokontos, aber hier haben wir eine eigene Bitcoin-Wallet mit in der Oberfläche.

Der Kauf von Bitcoin findet also innerhalb der Webseite von Nuri statt.

Nur Startseite

Bitcoin aufbewahren, inklusive einer deutschen IBAN sowie 24/7 Zugang zum Bitcoinhandel mit SEPA-Überweisungen.

Hier eröffnet man ein Bankkonto, verifiziert sich, wie üblich via Postident oder Videocall und hat dann sofort Zugang zum Bankkonto, Bitcoin-Wallet und Bitcoin-Vault.

Bitcoin kaufen, normale Daueraufträge oder internationale Zahlungen – auch bei Nuri ist/war dies alles via Smartphone oder Laptop in der Nuri App für iOS oder Android verfügbar.

Mit der Nuri Visa Debitkarte bietet Nuri unbegrenztes und kostenloses Abheben an Automaten und sicheres Sperren und Entsperren via App.

Nuri Webseite Bitcoin direkt vom Bankkonto aus kaufen

Mit Nuri kann/konnte man auch ganz einfach Bitcoin-Sparpläne anlegen, also z. B. automatisch jeden Monat für 50 oder 100 € Bitcoin in die Wallet packen. Alles innerhalb von Nuri, im Zusammenspiel zwischen normalem SEPA Konto und Bitcoin-Wallet, in einer Plattform/Webseite.

Erfreulich ist auch, dass man hier nur 1 % Trading-Gebühr bei Kauf und Verkauf (plus Bitcoin-Netzwerkgebühren) hat.

2 Arten der Bitcoin Aufbewahrung in Nuri

Nuri bietet mit dem Konto und der Plattform eine Bitcoin-Wallet und einen Bitcoin Vault. In der Wallet kann man zusätzlich seine Bitcoin investieren, um jährlich eine zusätzliche Rendite abzugreifen, jedoch hält man hier dann nicht seine eigenen Bitcoin-Schlüssel, diese hat man nur im Bitcoin Vault. Nicht vergessen: „Not your Keys, not your coins„, also ist eine Einlage von Bitcoin bei einem Partner immer mit mehr Risiko verbunden.

Nuri - Anmelden auf der Webseite in 3 Schritten

Schritt für Schritt zu den eigenen Bitcoin

  1. Anmelden auf Nuri (nicht mehr empfohlen!) und Fidor
  2. In Fidor: Mit Bitcoin.de verknüpfen, auf Bitcoin.de ein Angebot annehmen, via Expresshandel bezahlen.
  3. In Nuri: Geld auf das Konto überweisen, dann dort einfach Bitcoin kaufen oder Sparplan erstellen

Wie man sieht, ist das Kaufen von Bitcoin mit seriösen Bankenpartnern kein Problem und auch in Deutschland mittlerweile ganz bequem möglich. Nuri und Fidor sind die beiden Plattformen/Banken, die wir selbst testen konnten und als funktionell und zuverlässig empfunden haben. (Nachtrag vom 09. August 2022: Nuri ist nun insolvent und durch den Vertrauensverlust sicher nicht mehr zu empfehlen.)

Auch hier sei auf die allgemein gültigen Sicherheitshinweise im Bitcoin-Universum hingewiesen: Haltet eure Bitcoin immer nur in Wallets für welche ihr selbst und nur ihr die 12 oder 24 Wörter haltet und sicher aufbewahrt, denn wer diese Wörter hat, der kann die Bitcoin versenden und ausgeben.

Ich hoffe, wir konnten die Frage: Gibt es in Deutschland Banken für den Kauf von Bitcoin? ausreichend beantworten und mit diesem Artikel auf die beiden deutschen Anbieter Nuri und Fidor hinweisen.

Wer nicht unbedingt ein Bankkonto eröffnen möchte, sondern nur schnell, ohne langwierige Verifizierung und KYC Bitcoin kaufen möchte, dem sei z. B. Relai oder Pocket ans Herz gelegt.

Relai App – automatisch regelmäßig Bitcoin kaufen ohne Registrierung

BTC kaufen via Relai App – ohne Verifizierung

Die Wichtigsten Fakten zur Relai App

  • Die Relai App ist für jedes Mobile-Phone (iOS & Android) geeignet und bietet die Möglichkeit den Kauf von Bitcoin ohne eine aufwendige Verifizierung durchzuführen. Mit dem Code KAINERWEISS gibt es sogar 0,5 % Ersparnis.
  • Einfach per SEPA Banktransfer einen Betrag zu Relai senden, Relai sendet dann Bitcoin in die eigene Wallet.
  • In der Relai App sind eure Bitcoin schon vollkommen sicher, da nur ihr die 12/24 Wörter für diese Wallet besitzt.

Warum Bitcoin?

Das 21. Jahrhundert beschert uns auf jeder Ebene monumentale Fortschritte, so auch eine Zeit, in der immer mehr digital „bezahlt“ und zukünftig immer weniger Bargeld in Umlauf sein wird.

Vielerorts macht sich zudem bereits Misstrauen gegenüber dem traditionellen Geldsystem und allgemein Fiatgeld breit.

Die Menschen kundschaften Alternativen aus, es wird auf eine neue Währung insistiert.

Bitcoin erfüllt alle Voraussetzungen für ein solventes Zahlungsmittel weit besser als bisherige Fiatwährungen.

Ein „Tauschsystem“, welches nicht über staatlich anerkannte Banken oder sonstige offiziellen Einrichtungen läuft, stellt zunächst bei Manchen ein Problem dar. Bitcoin funktioniert vollkommen dezentral und es gibt keine zentralen Punkt der Kontrolle.

Auf der Ebene der (einzig echten) Kryptowährung Bitcoin wird bei Usability, Aufbewahrung, Transparenz und Technik ständig nachgearbeitet – vor allen Dingen sind Nutzerfreundlichkeit, exzellenter Support und Sicherheit für die Nutzer, welche ja in totaler Selbstverantwortung ihrer Werte stehen, hier vorrangig.

Die Bedingungen hierzu erfüllt Bitcoin, denn Bitcoin ist nicht nur dezentral, konfiszierungssicher, unabhängig und kann problemlos international transferierbar sein, auch die digitale Infrastrukturen sind weltweit vorhanden.

Bitcoin kennt keine Landesgrenzen und ist die perfekte Ergänzung zum altbekannten Finanzsystem – Bitcoin als korruptionsfreies, liquides Kapital, in der Menge limitiert, nicht zerstörbar, ohne Abhängigkeit von inflationärer Entwicklung.

Relai – die Bitcoin Investitionsapp

Die Relai App bietet eine perfekte, dennoch simple Möglichkeit, Bitcoin mit einfachem Zugang zu kaufen oder kontinuierlich zu sparen. Die Relai App ist eine mobile Bitcoin-Wallet, in welcher man automatisch – wiederholt oder einmalig – Bitcoin kaufen kann.

Quasi Bitcoin to go.

Allerdings gilt auch hier: Beim Kauf und Aufbewahren größerer Mengen, muss im Vorfeld gedanklich ein Konzept verfasst werden – nirgendwo ist man vor kriminellen und unseriösen Machenschaften gefeit. „Don’t trust – verify!“ gilt entsprechend auch hier.

Dies alles ist mit der Relai App bestens möglich und erstaunlich unkompliziert.

Screenshot Relai Webseite, Schlagsatz: "Europas einfachste Bitcoin App".

Keine Einlage oder Registrierung erforderlich

Ende 2021 wurde bei Relai ein kundenfreundlicher Relaunch absolviert, das Design modifiziert und die App mit einem Funktionsupdate ausgestattet, welches mit einer eigenen Broker-Lizens den Direktkauf auf ein externes Wallet begünstigt.

Vollständige Legitimation ist bei jeder Kontoeröffnung, auf jedem Wertpapier- und Aktienmarkt und auch bei der Kryptobörse unumgänglich. Die Finanzaufsichtsbehörden machen meist Probleme, wenn Anbieter entgegen des Geldwäschegesetztes handeln.

Um den Schutz der eigenen Daten zu gewährleisten, was man sich beim BTC-Handel als Erstes wünscht, ist die Relai App geradezu prädestiniert, dieses umständliche Datenhinterfragungsprogramm und weitere Verifizierungsprozesse zu umgehen.

Relai hat den Vorteil, dass der Anmeldevorgang deutlich vereinfacht ist, eine umfangreiche Datenabfragung gibt es nicht, ein kompliziertes Authentizierungsverfahren ist nicht notwendig.

Die Angaben der überweisenden Bank sind ausreichend, was das Hochladen und Legitimieren von Ausweisdokumenten und persönlichen Daten überflüssig macht.

Der Schutz der eigenen Daten ist somit gegeben und Relai selbst hat keine Kontrolle über gekaufte Bitcoins und weitere Transaktionen.

Bei der Auszahlungs-Abwicklung an das eigenen Wallet werden Netzwerkgebühren fällig, die sich auf die Nutzung der Bitcoin-Blockchain-Technologie zu diesem Zeitpunkt beziehen.

Relai Webseite, Text: "wie es funktioniert"

Gebühren sparen bei Relai

Per SEPA-Überweisung kann Geld an Relai geschickt werden, um im Gegenzug automatisch Bitcoin in der App-Wallet zu erhalten.

Gebühren betragen bei Relai üblicherweise 2,5 %. Man kann dies aber auf 1 % senken, indem man 3 einfachen Schritten folgt:

  1. Sparplan einrichten (monatlich oder wöchentlich automatisch, via Dauerauftrag) = minus 0,5 %
  2. Mind. 100 € im Sparplan kaufen = minus 0,5 %
  3. KAINERWEISS als Code in der App nutzen = minus 0,5 %

Mit dem Bonuscode KAINERWEISS (diesen kann man bei Auftragserstellung in der App angeben) kann man also bei autom. Sparplänen ab 100 € ganze 1,5 % Gebühren einsparen.

Hinsichtlich der Möglichkeit, automatische Sparpläne, mit Gebühren von nur 1 %, langfristig anzulegen, bietet dieses Verfahren den Vorteil, vom Mittelwert-Kosteneffekt (Auto-DCA, übersetzt: automatisches Dollar-Cost-Averaging) mit größtmöglichem Nutzen zu profitieren.

Durch diesen Kosteneffekt werden Bitcoin-Kursschwankungen unwichtig, da nur der durchschnittliche Kaufpreis von Bedeutung ist.

Damit die Zuordnung der Überweisung zur richtigen Wallet problemlos funktioniert, sollte man darauf achten, dass man den Verwendungszweck korrekt einträgt.

Um eklatant Gebühren zu sparen, benutzt Relai im Hintergrund zusätzlich auch ein Transaktions-Batching, welches viele Auszahlungen in Einem bündelt, so dass mit einer einzigen Transaktion gearbeitet werden kann. So sparen die Nutzer von Relai Transaktionsgebühren, welche in anderen Apps evtl. anfallen würden.

Relai App Startbildschirm

Die Besonderheiten dieser App

Die Relai-App als vollwertige Bitcoin-Handy-Wallet?

So ähnlich kann man das, vereinfacht ausgedrückt, betrachten und verstehen.

Relai ist eine Bitcoinbörse und fungiert nicht nur auf der Handelsebene, sondern ist auch eine Aufbewahrung der Bitcoins, diese landen, direkt nach dem Kauf, auf der App/Wallet.

Der Anbieter hat keinerlei Zugangsmöglichkeit zur App, man hat eigenverantwortlich die volle Kontrolle über seine Bitcoin.

Die 12 Wörter, welche als Backup der Wallet existieren (mit diesen kann man jederzeit die Wallet in fast jeder anderen Bitcoin Wallet App wieder herstellen, falls man z. B. sein Handy verliert oder Relai vom Handy gelöscht hat) findet man in der Relai App unter Profil – Sicherheit.

Der Einstieg ist leicht. Schnellstmöglich, innerhalb weniger Minuten, kann man in Bitcoin investieren – und dies ohne Verifizierung, Registrierung, Deposit und ohne komplizierte Codes.

Die Relai App ist für Smartphones konzipiert, das heisst, sie funktioniert für das iPhone und für Android Smartphones.

Also einfach nur installieren und los.

Screenshot der Relai-App - Auftrag erstellen Screen.
Relai – beqeum einen Bitcoin Kauf-Auftrag erstellen

Eine Registrierung ist, wie schon erwähnt, nicht notwendig, da Relai lediglich als Broker fungiert. Es wird kein Name, keine Adresse, kein Geburtsdatum oder e-mail-Adresse abgefragt.

Notwendig ist nur eine IBAN-Kontonummer, die Daten der überweisenden Bank, durch die man sich identifiziert, reichen aus.

Anhand dieser Daten wird eine sichere, digitale Wallet erstellt, an die man nur rankommt, wenn man den mehrstelligen PIN hat.

Relai selbst hat keinen Zugriff auf die jeweilige Wallet, das Seed wird lokal auf dem Gerät erstellt. (Zu finden ist dies in Relai unter Profil – Sicherheit).

Das erspart unter anderem auch eine Menge an Zeit, vom Download der App bis zur vollständigen Funktion vergehen, wie gesagt, nur Minuten.

Relai Bitcoin App– sicherer und unkomplizierter Bitcoinkauf

Relai kann man per App-Store oder GooglePlay herunterladen.

Als Erstes stimmt man den Datenschutzbestimmungen zu, dann passt man in der App Sprache und Standardwährung an.

Anschließend erstellt man einen vierstelligen PIN, um die Wallet zu kreieren und zu sichern.

Relai - Investition beauftragen - beispielhaft im Bild: 50 €
Relai App: Auftrag erstellen, hier gibt man z. B. den Bonuscode KAINERWEISS ein.

Dann wählt man „Erstelle dein erstes Investment“ aus, gibt den gewünschten Betrag ein und entscheidet sich für „einmalig“ oder „wiederkehrend“, zum Beispiel wöchentlich oder monatlich.

Relai App – Bitcoin Investition wöchentlich, monatlich oder einmalig wählen.

Weiter geht es mit der Zahlungsart – hier gibt man in der App seine IBAN ein.

Nun kann man den Betrag völlig unkompliziert von seinem Bankkonto aus überweisen.

Fertig.

Jetzt noch abwarten, bis die Zahlung bei Relai eingetroffen ist und in Bitcoin getauscht wurde, was man kurz darauf in der Relai-Wallet verifizieren kann.

Derzeit gilt der Preis des Bitcoin bei Erhalt des Geldes bei Relai, das wird aber aktuell schon verbessert. Zukünftig kann man bei Relai auch via Kreditkarte oder anderen Methoden Bitcoin kaufen. Auch sind Payback-Punkte via Relai App noch für dieses Jahr 2022 geplant.

Zusatz: Ab heute (27ter Juli 2022) kann man in der Relai App auch via Sofort-kaufen Option (Instant-Sepa) den aktuellen Bitcoin-Preis erhalten. Evtl. müsst ihr hierfür die App im App-/Play-Store updaten.

Die Relai App ist besonders für Einsteiger in die Bitcoin-Welt geeignet, aber auch hauptsächlich für jene, die simple, nutzerfreundliche Handhabung lieben – und vor allem für „Sparfüchse“!

Dazu legt man einen sogenannten „Sparplan“ an, bei dem man, wie oben gezeigt, gegenüber einer einmaligen Investition, zusätzlich 0,5% Gebühren spart.

Das heisst, man erstellt einen Dauerauftrag von seinem Girokonto, von wo aus dann automatisch in den gewünschten Zeitintervallen Bitcoin auf die Wallet überwiesen werden.

Dabei ist der Cost-Average-Effekt (der Durchschnittskosteneffekt) von Vorteil.

Selbstverständlich kann man mit den Zahlungen auch pausieren oder eine Zeitlang aussetzen, wenn es finanziell mal nicht passt.

Gibt es Limits bei Kauf oder Verkauf?

Ja. Der Mindestkaufbetrag liegt momentan bei 10 Euro, und das 24-Stunden-Limit bei 900 Euro, für Kauf und Verkauf von Bitcoin.

900 Euro pro Tag sind die Obergrenze, jedoch besteht nach Verifizierung der ID kein 24-Stunden- und kein jährliches Limit mehr.

Da Relai ein Schweizer Produkt ist, sind die eigentlichen Beträge in Schweizer Franken berechnet, dabei muss man beachten, dass der Wechselkurs zum Euro mitunter schwankt.

Geldwechseltransaktionen sind in diesem Umfang weder zulassungs- noch registrierungspflichtig – und das macht die Relai App aus.

Relai.ch – Pläne für die Zukunft

Die Entwicklung geht weiter.

Die eigene Broker-Lizens soll zukünftig für weitere Angebote nutzbar gemacht und der Fokus auf eine mögliche Relai Bitcoin-Debitcard gelenkt werden.

Zusätzlich baut man auf noch schnellere Transaktionen im Lightning-Netzwerk, mit variablen Zahlungsoptionen für den Soforterwerb von Bitcoin.

Lassen wir uns überraschen – wir sind gespannt!

Der Unterschied zum System der herkömmlichen Währungen macht es überdeutlich: Der Bitcoin ist dezentral, autonom und ist somit gegenüber staatlichen Eingriffen und Korruption gefeit.

Dank Relai ist es jedem Bürger in der EU möglich, seine eigenen Bitcoin zu kaufen und selbst sicher zu verwahren.

So nutzt man die SeedSigner Hardware „Wallet“

Heute lernen wir, wie man den SeedSigner benutzt. Den Zusammenbau und die Auswahl der Bauteile findet ihr im Detail u. A. hier. Als bereits zusammengebautes und fertig nutzbares Gerät kann man ihn auch hier erwerben.

Verwendung der SeedSigner Bitcoin Hardware Wallet

Wie benutzt man den SeedSigner?

Einschalten

Zuerst müssen wir den SeedSigner an eine Stromquelle anschließen.

Die eigentliche Idee hinter SeedSigner ist, dass wir ein Air-Gapped-Device zum Signieren von Transaktionen verwenden, was bedeutet, dass das Gerät, welches die Signaturen enthält, von jeglicher Internet- oder Bluetoothverbindung isoliert ist.

Wir wollen beim Erstellen und Hantieren mit Bitcoin Adressen, Signaturen, Transaktionen und Keys möglichst keine Einflussnahme von außen ermöglichen.

Der Raspberry Pi Zero im SeedSigner hat zwei Anschlüsse, und der linke erlaubt ausschließlich die Stromversorgung, also ist es tatsächlich absolut sicher, ihn sogar an den USB-Anschluss Ihres Computers anzuschließen, wenn das einfacher ist. USB-Battery-Packs oder gar 9-Volt Block-Adapter sind hier eine sichere Alternative für Paranoiker.

Nach dem Einstecken benötigt das Gerät etwa 45 Sekunden zum Hochfahren. Dann zeigt sich auf dem Display der Startscreen.

Erzeugung von Seeds in Seedsigner

Wir haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten, einen BIP39-Seed zu erzeugen:

  • Würfel
  • Bild/Foto

Beide Methoden sind gute & etablierte Entropiequellen (Bitcoin-Adressen sind nur große zufällige Zahlen), da sie nicht von spezieller Hardware abhängig sind.

Die meisten Geräte, welche wir sonst zur Erstellung von Bitcoin Private-Keys und Adressen verwenden, nutzen spezielle Hardware, die als Entropiequelle hergenommen werden, aber die meisten davon können nicht wirklich von jedem verifiziert werden.

Eine gute Entropie (aus kryptografischer Sicht) bedeutet, dass niemand sonst reproduzieren kann, was wir geschaffen haben, und ein Foto sowie ein wiederholter Satz von 99 Würfeln sind dafür sehr gut geeignet.

Wir werden hier den Bildmodus verwenden, da er recht einfach zu bewerkstelligen ist und weniger Zeit in Anspruch nimmt:

Gehe im Menü auf „Seed Tools“ und dann auf „Generate Seed With Image“. Halte die Kamera auf irgendetwas und drücke den Joystick. Wenn wir mit dem Bild zufrieden sind, klicken wir dann auf „Accept“.

Seed-Backup generieren

Schreibe dir nun, die auf dem SeedSigner Display angezeigten, 24 Wörter auf.

Nach dem Notieren der 24 Seed-Wörter, gelangen wir zum QR-Code dieser Seed-Wörter. Der QR-Code kodiert die 24 Wörter in einer kompakten Form, die z. B. für Computer leicht zu lesen ist.

Ein QR-Code ist eine ideale Möglichkeit, Informationen zwischen 2 Geräten zu übertragen.

Durch die Nutzung des SeedSigners, des darin verbauten Raspberry Pi Zero (ohne Bluetooth & Wifi) mit der Kamera und den QR-Codes können wir sicherstellen, dass nur die von uns bestimmten Informationen zwischen 2 Geräten ausgetauscht wird und garantiert keine dritte Partei Zugriff auf diese Daten hat.

Auch den QR-Code zeichnen wir uns auf ein Blatt Papier oder einem der von SeedSigner mitgelieferten Karten-Templates.

Wenn wir jetzt auf den Joystick drücken, gelangen wir in den Zoom-Modus des QR-Codes. Hier können wir via Joystick navigieren, und die X- und Y-Koordinaten helfen uns dabei, den Code auf Papier zu übertragen. Hier empfiehlt es sich sehr genau zu arbeiten.

Wir beginnen an der Position A1 (das ist die obere linke Ecke) und arbeiten uns bis unten rechts durch. Ein Bleistift wird hier tatsächlich empfohlen, da Graphit resistenter gegen ultraviolette Strahlung, Feuchtigkeit und andere Chemikalien ist und somit besser für langfristige Aufbewahrungslösungen geeignet ist.

Wenn wir fertig sind, klicken wir auf „Save Seed“. Das Gerät fragt uns nun in welchem Slot und wir wählen in unserem Beispiel dafür den Slot 1.

Da der gespeicherte Seed eh nicht persistent ist, (d. h. SeedSigner speichert nach dem Ausschalten keine Informationen auf dem Gerät) müssen wir den Seed jedes Mal neu importieren, wenn wir eine Transaktion signieren möchten. In diesem Artikel und Vorgang sparen wir uns dies, da wir den SeedSigner mit Strom versorgt belassen.

Wir haben den Seed vorübergehend in Slot 1 gespeichert, dieser wird sicher wieder gelöscht, sobald das Gerät vom Strom getrennt und neu gestartet wird.

Deshalb gehört zu jedem Signieren einer Transaktion üblicherweise stets, den gespeicherten QR-Code vom Papier im ersten Schritt erneut in den SeedSigner zu importieren. Wir sparen uns dies wie gesagt in dieser Anleitung (unten bei Bitcoin versenden), da wir den SeedSigner für alle Prozesse in diesem Artikel aus Bequemlichkeit am Strom belassen.

Die xPub/zPub exportieren

Als Nächstes müssen wir die xPub/zPub auf unseren Computer importieren. Damit haben wir Zugriff auf alle Adressen, um in Zukunft Bitcoin zu erhalten und den Besitz zu überprüfen, ohne jedesmal das Gerät anzuschließen.

Wir können vorab alle Adressen generieren, die wir in Zukunft benötigen, um Bitcoin zu empfangen, während der Seed auf unserem eben angelegten und sicher verwahrten Papier gesichert bleibt.

Wir werden die Wallet in diesem Beispiel für die Verwendung mit „Single-Signature“ einrichten, also eine ganz normale Wallet ohne z. B. Multi-Signature Funktion.

Dafür gehen wir im Menü des SeedSigners auf „Seed Tools“ und dann auf „xPub from Seed“ – dort fragt uns das Gerät, ob wir einen bereits gespeicherten Seed wählen wollen, worauf wir „Yes“ antworten – dann dürfen wir den Speicher-Slot auswählen, in unserem Fall war dies Slot 1.

Nun zeigt uns der Screen erneute unsere 24 Wörter, welche wir mit dem Backup auf dem Papier abgleichen und im Anschluss den Wallet-Typ „Single Sig“, dann „Native SegWit“, dann „Sparrow Wallet“ (oder Bluewallet oder Specter) wählen. Jetzt wird uns nach dem Master-Fingerprint, dem Derivation Path und dem zPub auch der generierte QR-Code angezeigt, welchen wir in Sparrow, oder der von euch verwendeten Wallet, auf unserem PC importieren müssen.

Im Beispiel von Sparrow wählen wir den Offline Mode, (in Sparrow – „connected to public server, demonstration only“ + „Offline Mode“) und kreieren eine neue Wallet in Sparrow via File – New wallet – Single Sig – Native SegWit – Airgapped Hardware Wallet. Dort wählen wir den Seedsigner, lassen Sparrow auf die Computer-Kamera zugeifen und via unserem, auf dem Seedsigner gezeigten, QR-Code unseren xPub/zPub importieren.

Mit einem Klick auf „Advanced“ können wir hier der Wallet auch ein Passwort vergeben.

Nach dem Importieren des xPub/zPub in die Sparrow Wallet könne wir nun Bitcoin empfangen.

Ein Klick auf „Recieve“ in der Sparrow Wallet gibt uns unten rechts die Möglichkeit zwischen unseren verfügbaren Empfangsadressen zu wählen. Welche wir wählen ist an dieser Stelle egal, die gängige Bitcoin-Sicherheitsregel lautet, keine Adresse mehrfach zu verwenden.

Wir können eine neue Adresse erhalten, indem wir in Sparrow auf „Get next Address“ klicken oder eine Adresse auf der Registerkarte „Adressen“ auswählen. Der importierte xPub/zPub ermöglicht es dem Computer, alle Adressen zu berechnen, die zu dem spezifischen BIP39-Seed (unserer neuen, eben auf dem SeedSigner erstellten, Wallet) gehören.

So benötigen wir keinen Zugriff auf den SeedSigner, um eine neue Empfangs-Adresse in Sparrow zu erhalten.

An diese Adresse können wir jetzt selbst Bitcoin senden oder von jemand anderen Bitcoin dorthin senden lassen.

In Sparrow darauf achten, dass die Transaktionen natürlich erst gezeigt werden, wenn man online geht, die Sparrow Wallet sich mit einem (möglichst eigenen) Node verbindet und so die Transaktions-Details aus der Bitcoin-Blockchain abbilden kann.

Bitcoin ausgeben/versenden

Jetzt werden wir den SeedSigner für das verwenden, wofür er eigentlich primär geschaffen wurde, nämlich zum Signieren via QR-Code.

In diesem Beispiel versenden wir aus der Sparrow Wallet heraus.

In unserer Sparrow Wallet fügen wir eine beliebige Bitcoin Zieladresse und den Betrag ein, stellen die Gebühr ein, wie wir es in jeder „normalen“ Bitcoin-Wallet tun würden, und erstellen dann die Transaktion.

Bei Bitcoin sind die Erstellung der Transaktion und das Signieren übrigens immer 2 getrennte Schritte. Normalerweise abstrahieren Wallets dies aber (zeigen uns also beim Versenden diese beiden Schritte als einen Schritt an, nicht als zwei getrennte Vorgänge), da sie der Benutzerfreundlichkeit Vorrang geben.

Hier in Sparrow sehen wir nun, nach dem Erstellen der Transaktion, den Button „Finalize Transaction for Signing“. Darauf klicken wir und wählen „Show QR“.

Auf dem Seedsigner klicken wir auf „Scan QR“ und scannen mit der SeedSigner Kamera den in Sparrow gezeigten moving QR-Code. Ich wähle einen Transfer ohne Seedphrase und bekomme im nächsten Screen meine 24 Wörter angezeigt, welche ich wieder mit dem Papier-Backup abgleiche. Im Anschluss bekomme ich auf dem SeedSigner die TX-Details angezeigt inkl. Anzahl der Sats und der Transaktionsgebühr.

Ein Klick nach rechts auf dem SeedSigner signiert die Transaktion und zeigt uns einen neuen bewegten QR-Code auf dem SeedSigner an.

Diesen Scannen wir nun auf dem PC in Sparrow, indem wir dort den gezeigten QR-Code schließen, auf „Scan QR“ klicken und mit der PC Kamera den auf dem SeedSigner gezeigten QR-Code scannen. Ein Klick auf „Broadcast Transaction“ im Anschluss versendet die Bitcoin verbindlich.

Wenn wir versuchen würden, die Transaktion zu übertragen, ohne sie via SeedSigner zu signieren, werden die Full-Nodes keine gültige Signatur finden und die Transaktion nicht zulassen. Wir leiten also die unsignierte Transaktion an den SeedSigner, damit er sie signieren kann. Dies machen wir anhand des zu der Transaktion gehörenden animierten QR-Codes („Show QR“ in Sparrow Wallet).

Animierte QR-Codes enthalten mehr Informationen als normale QR-Codes.

Um eine Signatur zu erstellen, müssen wir die privaten Schlüssel verwenden, die wir auf dem Papier in Form eines QR-Codes, der die BIP39-Wörter darstellt, gesichert haben. Bei jedem neuen Start des Seedsigners importieren wir diese zuerst (via QR-Code vom Papier oder dem Menüpunkt: Seed Tools > Temp Seed Storage), was ich mir hier sparen konnte, da ich den SeedSigner, nach Erstellung der Wallet und Speichern des Seeds in Slot 1 des SeedSignerns, am Strom und somit im aktiven Zustand belassen habe.

Grundsätzlich ist es so:
1) Zunächst importieren wir den Seed (24 Wörter/Private Key) in den SeedSigner und verwenden dabei den QR-Code, den wir auf Papier gespeichert haben. Dabei überprüfen wir genau, ob die 24 Wörter übereinstimmen.

2) Beim Versenden von Bitcoin in z. B. Sparrow -Wallet werden wir aufgefordert, den PSBT QR zu scannen (PSBT steht für „partially-signed Bitcoin transaction“, was der animierte QR-Code darstellt, welchen wir nach Klick auf „Show QR“ in Sparrow Wallet sehen). Nun richten wir die SeedSigner Kamera auf den PC-Bildschirm.

3) Nach der SeedSigner Bestätigung hat dieser die Transaktion signiert (und damit seinen Zweck erfüllt), damit wir die signierte Transaktion an den Computer & Sparrow zurückgeben können, um sie an das Bitcoin-Netzwerk zu übertragen.

Hier verwenden wir wieder einen animierten QR-Code, aber dieses Mal scannen wir ihn mit der Kamera des Computers vom Screen des SeedSigner (nach Klick auf „Scan QR“ in Sparrow Wallet öffnet sich die Computer-Kamera). Nachdem dies geschehen ist, klicken wir auf „Broadcast Transaction“ und können direkt danach sehen, dass die Transaktion im Block-Explorer angezeigt wird.

Klingt, wenn man es noch nie selbst erledigt hat, zwar alles etwas kompliziert, ist aber tatsächlich das, was Bitcoin ausmacht und sollte daher auch von jedem der sich mit Bitcoin befassen möchte, einmal durchgespielt werden, um Transaktionen und Signaturen im Bitcoin-Universum zu verstehen.

Wer zusätzlich noch wissen möchte, wie man seine 24 Wörter zusätzlich auf dem Papier ganz einfach sicher verschlüsselt, liest sich dafür diesen Artikel durch.



Warum Bitcoin Nachhaltigkeit und Umweltschutz unterstützt

Wenn man zum ersten Mal Bitcoin erwirbt und die hohe Kunst des HODLns selbst über einige Zeit erlebt, nimmt automatisch die persönliche Zeitpräferenz, also die Versuchung, Geld jetzt sofort auszugeben, ab.

Denn wenn man sich die Preissteigerung von Bitcoin über die Jahre anschaut, möchte man seine wertvollen Satoshis natürlich nur noch für etwas ausgeben, was man wirklich als wertvoll und qualitativ hochwertig erachtet.

Diese interessante und wichtige Phase des Bitcoin kann das eigene Leben unwiderruflich verändert und indirekt auch der Umwelt zugutekommen.

Aktuell geben sich Banker und Regierungen sehr große Mühe, jeden davon zu überzeugen, dass Bitcoin eine Umweltkatastrophe sei, die nichts an Wert produziert.

Gleichzeitig promoten sie ein wirtschaftliches Umfeld, in dem Geld an Wert verliert und daher schnell ausgegeben werden muss… was wiederum entsprechend Anreize für die Entwicklung von billigen, massenproduzierten und minderwertigen Waren schafft.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wie Bitcoin uns helfen wird, zu einer Werteordnung zurückzukehren, welche uns dazu bringt, weniger zu konsumieren und uns auf Qualität statt Quantität zu konzentrieren.

Das ist nichts, wozu man als Bankkunde in 2021-Europa jemals ermutigt wird, besonders in einer Zeit, in der Zinsen quasi nur noch ein Witz sind und das Sparen aktiv abgewertet wird.

Bitcoins neue nachhaltige Kleidung

Übermässiger Konsum ist, wie jeder weiß, nicht nachhaltig und viel schlimmer für die Umwelt als z. B. Bitcoin-Mining.

Werfen wir z. B. einen Blick auf unsere Kleidung: Hochwertige Artikel sind so teuer wie eh und je und können leicht einen beträchtlichen Prozentsatz Ihres monatlichen Einkommens kosten; aber wenn Sie etwas kaufen, das aus Polyester statt aus Baumwolle oder Wolle hergestellt ist, können Sie es sich leisten, zu H&M, New Yorker und Zara zu gehen, um Ihren Kleiderschrank mit sehr geringen Kosten neu zu füllen.

Aber taugen diese Kleider etwas? Meistens fangen sie nach den ersten paar Wäschen an, schrecklich auszusehen und sich schrecklich anzufühlen. Wir kaufen also effektiv Zukunftsmüll, der nur für eine Saison ausgelegt ist. Wenn man aber etwas von höherer Qualität gekauft hätte, hätte man es jahrelang tragen und waschen können.

Aufgrund der Anreize in der inflationären Fiat-Wirtschaft kaufen wir häufig günstige Artikel von geringerer Qualität, damit unser momentanes Budget nicht belastet wird.

Wir müssen immer noch Miete zahlen, Lebensmittel kaufen und den Rest unserer Rechnungen bezahlen – anstatt also über mehrere Monate zu sparen, zwingt das Finanzsystem uns aktuell dazu, entweder Schulden zu machen (was in den meisten Fällen ziemlich irrational ist) oder das zu kaufen, was wir uns in einem bestimmten Moment grade so leisten können.

Die derzeitige Diskussion über minderwertige Massenware und den CO2-Fußabdruck, den die ganze Müll-Produktion hinterlässt, ist sicher angebracht, wird aber oft unter den falschen Bedingungen und Vorausetzungen geführt.

Z. B. sind Baumwolle und Seide zwar teurer, belasten aber die Umwelt weniger. Polyester und Elastanverbindungen reduzieren die Produktions- und Verkaufskosten, erhöhen aber die anfängliche und langfristige Umweltbelastung erheblich.

Ich bin recht sicher, dass das Beispiel auf fast alle Bereiche unserer Wirtschaft zutrifft, einschließlich Lebensmittel (Lebensmittel vom Bauernmarkt sind teurer, aber natürlicher und weniger abhängig von Plastikverpackungen), Haushaltsgeräte (ein Kühlschrank, der mehr Plastik enthält, geht wahrscheinlich früher kaputt und ist weniger effizient), Elektronik (ein billiges Nintendo-Imitat geht früher kaputt und erhält weniger Software-Support), Autos (das 10000-Euro-Auto verursacht während seines Lebenszyklus und danach mehr Umweltschäden als der teurere Hybrid) und alles andere, das wir dank der Bequemlichkeit zu erschwinglichen Preisen kaufen.

Bitcoin = langfristige Präferenz = Nachhaltigkeit und Sorge um die Umwelt

Wenn man Bitcoins kauft und hält, setzt man sich einem Vermögenswert aus, dessen Angebot fest und vorhersehbar ist. Das bedeutet, dass, wenn die Nachfrage im Laufe der Zeit ebenfalls steigt, die Kaufkraft nur gegenüber inflationären Vermögenswerten wie Fiat-Währungen zunimmt.

Kurzfristig verliert man aber auch einen Teil der Kaufkraft – man wird also gezwungen sein, entsprechend zu planen und eine längere Zeit zu warten.

Wenn man sich in Geduld und Sparsamkeit übt, wird man entdecken, wie viel von dem, was Sie früher regelmäßig gekauft haben, nicht unbedingt notwendig ist. Selbst im Fall von essenziellen Dingen wird man größere Erwartungen haben. Bitcoin macht uns automatisch zu verantwortungsvollen und bewussten Konsumenten, ohne dass man es eigentlich bemerkt.

Anstatt zu sagen „Ich werde mir dieses Jahr ein neues Telefon kaufen“, wird man warten wollen, bis etwas wesentlich Besseres und potenziell Lebensverbessernderes herauskommt.

Anstatt die Kleidung jede Saison zu wechseln, wird man etwas kaufen, das einen höheren Preis hat, aber niedrige Kosten pro Kleidung. Anstatt das Auto zu wechseln, um eine unwesentliche Eigenschaft zu bekommen (wie ein besseres Soundsystem, mehr PS oder Ledersitze), wird man ggf. für ein bedeutendes Upgrade bez. des genutzten Transportsystems sparen.

Hochwertige Waren sind in der Regel nachhaltiger und umweltfreundlicher. Bitcoin bringt uns durch seine deflationäre Eigenschaft dazu, diese hochwertigeren Waren vorzuziehen und auch die Geduld aufzubringen, zu sparen, bis wir uns diese leisten können.

Dabei geben wir unseren Konsumwahn auf und lernen wieder Qualität über Quantität zu stellen. Wir durchbrechen den Kreislauf der hohen Zeitpräferenz („das brauche ich jetzt sofort!“), verbessern unser Leben und leben so automatisch nachhaltiger und umweltbewusster.

Es ist schon ein wenig ironisch. Bitcoin, die Internetwährung, die von den Mainstream-Medien oft als so verschwenderisch und von zweifelhaftem Nutzen dargestellt wird, kann uns tatsächlich helfen, umweltfreundlicher zu werden.

Dank Bitcoins deflationären Geldpolitik wollen wir weniger ausgeben, mehr warten, mehr informierte Entscheidungen treffen und den besten Wert für unseren Bitcoin bekommen.

Das ist leider nicht das, was die Federal Reserve oder die Europäische Zentralbank über ihre Währungen Dollar oder Euro sagen könnten. Ganz im Gegenteil.

Wenn also das nächste Mal irgendein Social-Media-Kommentator oder Journalist die Lüge heraus-posaunt, dass Bitcoin ja die Ozeane zum Kochen bringt, seid euch sicher, es ist nur ein weiterer grenzwertig böswilliger Manipulationsversuch.

Der Artikel stammt im englischen Original von Vlad Coastea und ist hier zu finden: Why Bitcoin Incentivizes Sustainability & Environmental Care.

Wer mehr von Vlad lesen oder hören möchte, der schaue sich https://bitcoin-takeover.com an! Absolute Empfehlung für Bitcoin Fans und Interessierte.

Bitcoin: Hier für den Preis-Pump oder die Revolution?

In Momenten extremen Überschwangs oder auch extremen Schmerzes ist es immer leicht, den allgemeinen Fokus zu verlieren und zu vergessen, warum man sich überhaupt für Bitcoin engagiert hat.

Der steigende Preis läßt einen all die Kämpfe vergessen, die den Grundstein für die glorreichen Momente gelegt haben, während dramatische Preis-Einbrüche einen denken lassen, dass alles nun wieder einmal vorbei sei.

Aber wie die Legende des Phönix welcher aus der Asche stieg hat Bitcoin eine lange Geschichte des immer wieder Sterbens und Zurückkommens ins Leben in den am wenigsten erwarteten Momenten.

Es ist für alle Kenner sehr wahrscheinlich, dass wir mit BTC auf einen Preis von 100.000 $ pro Bitcoin und sogar weit darüber hinaus gehen – angesichts der Irrationalität unserer Fiat-Inflation ist die Aufwertung von Bitcoin gegenüber dem Dollar und Euro quasi sicher.

Obwohl es natürlich unmöglich ist, den Markt perfekt zu timen und herauszufinden, WANN genau preislich etwas passiert, kann man sich die fundamentalen Daten ansehen und so herausfinden, WARUM es passieren wird.

Das Problem hierbei ist, dass Menschen gierig sind und stets dazu neigen, irrational zu handeln. Das ist der Grund, warum am Markt Blasen entstehen und irgendwann platzen. Das ist auch der Grund, warum wir innerhalb weniger Tage von extrem bullischer Phase zum anekdotischen „Blut auf den Straßen“ wechseln.

Das ist der Grund, warum die Bitcoin Volatilität so hoch und in aller Munde ist. Das ist aber auch immer der Punkt, an dem die Differenzierung zwischen den Gewinnern und den Verlierern im Trading stattfindet – die Gewinner folgen ihrer fundamentalen Analyse und wissen, WARUM sie an einem Vermögenswert wie BTC festhalten.

Nachdem ich nun eine dieser kurzen Erklärung der Marktpsychologie, ist es an der Zeit, zum eigentlichen Thema dieses Artikels zu kommen: Bitcoin-Überzeugung und ein gutes allgemeines Verständnis davon, was Bitcoin eigentlich ist.

Denn sobald Sie herausgefunden haben, wie das Bitcoin-Netzwerk funktioniert und was die Bitcoin-Währung für die Welt tun kann, werden Sie i.d.R. aufhören, sich um die derzeitige Fiat-Bewertung zu sorgen und sich mehr darauf konzentrieren, dieses Ziel zu beschleunigen.

Nein, Bitcoin wurde nicht geschaffen, um Firmen-CEOs wie Michael Saylor oder Elon Musk zu helfen, noch reicher zu werden. Sie waren nur zufällig unter den ersten unserer heutigen Finanzeliten, die das Potential einer wirklich dezentralisierten, nicht zensierbaren, nicht konfiszierbaren und deflationären Form von Geld verstanden haben.


Zu ihrer Ehrenrettung sei gesagt, dass sie höchstwahrscheinlich schon für die Bitcoin-Revolution hier sind, aber es ist ebenso wahrscheinlich, dass sie etwas sehen, was der Rest von uns nicht kann oder nicht sieht.

Bitcoin ist nicht nur ein reines revolutionäres Werkzeug, es ist DIE Revolution. Es ist die Art von System, die nicht gestoppt werden kann und von jedem Fehler des Zentralbankwesens profitiert.

Es ist ein Inhaber-Asset, das jedes Individuum mit all den Tugenden und Vorteilen der Selbstverwahrung ermächtigt. Es ist die Art von Geld, dessen Angebot jeder verifizieren und prüfen kann (aka einen Node betreiben), während jeder freiwillig an dem Prozess der Steigerung des Angebots nach dem verfügbaren Zeitplan teilnehmen kann (aka Mining).

Aus monetärer Sicht ist Bitcoin ein riesen-großer Schritt nach vorn gegenüber Gold (bessere Teilbarkeit, Verifizierung, Portabilität, Haltbarkeit und Skalierbarkeit sowie nachweisbare Knappheit).

Seine Achillesferse ist vordergründlich die Abhängigkeit von Elektrizität und dem Internet – obwohl man hier natürlich argumentieren kann, dass unser modernes Bankwesen genau dort seine Schwachstellen und keine Ausweichmöglichkeiten hat, während man bei Bitcoin hervorheben kann, dass das Bitcoin-Netzwerk über physische Inhaberwerte, über Satellit, Parabolantennen und sogar Radiokurzwellen verfügbar ist.

Es ist einfach für die Shitcoiner, auf die Langsamkeit von Bitcoin zu zeigen und zu behaupten, dass ihr neues und sehr zentralisiertes Währungsnetzwerk besser ist und mehr Transaktionen gleichzeitig abwickelt. (Was natürlich unsinn ist, denn z. B. eine kürzlich erfolgte 6.5 Millionen Dollar Überweisung in BTC für insgesamt nur 4 Dollar Gebühr, transferiert in nur 45 Minuten… das schafft weltweit keine Bank).

Shitcoiner/Altcoiner ignorieren bereitwillig all die Entwicklungen, die auf Bitcoin über zusätzliche Layer bereits stattfinden: das Lightning Network, sowie Sidechains wie Liquid, Drivechain, Statechain, RSK, und viele mehr. Im Grunde genommen kann alles, was in Altcoins existiert, auf Bitcoin aufgesetzt werden, um von einer solideren monetären Basis und einer besseren Netzwerksicherheit zu profitieren.

Der Grund, warum genau dies nicht schneller passiert, ist, dass Bitcoiner rigorose Tests verlangen, bevor sie ihr hartes Geld in die eine oder andere Richtung bewegen.

Die Entwickler, die an Bitcoin-Projekten arbeiten, neigen dazu, weit ehrlicher zu sein als ihre Altcoin-Gegenstücke: Sie würden nichts empfehlen, wenn sie nicht selbst 100 % sicher sind, dass es so funktioniert, wie es entworfen wurde und für alle anderen auch sicher zu verwenden ist.


Auf lange Sicht wird offensichtlich Bitcoin alle Altcoins für sinnfrei erklären und auch Fiat-Zentralbanken unerwünscht und überflüssig machen. Das steht außer Frage.

Das ist das Ziel, auf das Satoshi Nakamoto in der Nachricht anspielte, die er im Bitcoin Genesis-Block schrieb, und das ist auch der Grund, warum die meisten alteingesessenen Bitcoiner in diesem Bereich geblieben sind.

Die meisten von ihnen sind bereits äußerst wohlhabend und haben die spekulative Investitionsphase längst hinter sich gelassen. Das Ziel ist nicht, reich zu sein, sondern frei zu sein und dem Rest der Welt zu helfen, dieses zivilisatorische Ziel ebenso zu erreichen.

Wenn Sie also das nächste Mal das Gefühl haben zu kapitulieren und düstere Gefühle über den Zustand des objektiv volatilen Marktes bekommen, fragen Sie sich noch einmal: Warum sind Sie eigentlich hier?

Wenn die Antwort „wegen dem Preis-Pump“ lautet, dann ist das OK: Nehmen Sie Ihre Gewinne in Fiatwährung mit und kehren Sie gern zurück, sobald Sie wirklich herausgefunden haben, was Bitcoin eigentlich ist.

Auf der anderen Seite, wenn Sie wegen der Finanz-Revolution hier sind, dann müssen Sie ein wenig mehr Zeit damit verbringen, sich selbst und andere zu bilden. Nur den Preis-Chart zu beobachten hilft dabei nicht. Sie müssen bereit sein, jenseits der Qualifikationen, die auf Ihrem Abschluss stehen, und außerhalb Ihrer Komfortzone zu lernen.

Revolutionen geschehen üblicherweise nicht, weil die Leute, die sie starten, dumm und schlecht ausgebildet sind – man kann sogar behaupten, dass ihre Ideale naiv sind, aber man kann niemals ihren Intellekt in Frage stellen.

Wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat:

Spenden Sie für Bitcoin Takeover! (Der Artikel stammt im englischen Original von Vlad Costea).

„Mein Ziel während dieser Revolution ist es, andere durch Bildung zu ermächtigen und sie zu ermutigen, genau das Gleiche mit denen zu tun, deren Verständnis für Bitcoin bisher noch unzureichend ist.

Wenn Sie mich also mit einer Spende unterstützen und mich ermutigen möchten, weiterzumachen, sind hier einige Möglichkeiten:“

BTC spenden: bc1q5ag3apt0ezw7tjvs9yv2977fepfquz8m87ee53

Spende 10 bits/10000 sats via Lightning Network: lnbc100u1psttpm8pp59kgt0ymv0d4lmuwpmassxxt9gstjp5vk7j342gs8qephlfvvcefsdqswfjhvmmvw46xjmmwcqzpgxq97zvuqsp5q88dmgljwxsksngyy80y3a25q2wjcfeefj902xwthwx0kh4u78xs9qy9qsq9vrgq5td7nx6mrathrtzjmcc80vd4wne3rnsdehsska9y0fgrpmpl7yx0avalqcjmc0hhwg2epk32lw4j4slt7f2xqd8p346cztj4hcpqw6mn9

Wenn Sie aber eher ein BTC HODLer sind, der seinen digitalen Goldvorrat nicht loslassen möchte, dann können Sie Vlad auch Fiat über PayPal (einmalige Spenden) oder Patreon (wiederkehrende Spenden) schicken.

Schicken Sie Vlad eine E-Mail an bitcointakeover [at] protonmail [dot] com und lassen Sie ihn wissen, falls Sie möchten, dass Ihre Spende in der Hall of Patrons erwähnt wird.

Vielen Dank fürs Lesen!

SHA256 in Bitcoin

Wie hängt SHA256 mit Bitcoin zusammen?

Was ist SHA-256?

SHA-256 ist eine kryptografische Hash-Funktion, die eine Eingabe nimmt und eine Ausgabe mit einer festen Größe erzeugt. Beispiele und Tests kann man z. B. hier durchführen.

Hash-Funktionen sind einseitig. Das bedeutet, dass es für jeden möglich ist, eine Hash-Funktion zu verwenden, um eine Ausgabe zu erzeugen, wenn eine Eingabe gegeben wird; es ist jedoch unmöglich, die Ausgabe der Hash-Funktion zu verwenden, um die gegebene Eingabe zu rekonstruieren.

Diese mächtige Eigenschaft der SHA-256 Hash-Funktion macht sie ideal für die Anwendung innerhalb des Bitcoin Netzwerks.

Die SHA-256 Hash-Funktion wird innerhalb des Bitcoin Netzwerks hauptsächlich auf zwei Arten verwendet:

  • Mining
  • Erstellung von Bitcoin Adressen


Mining
Mining ist ein Prozess, durch den neue Bitcoin in den bestehenden zirkulierenden Vorrat des Bitcoin Protokolls eingeführt werden, sowie eine Methode, die verwendet wird, um das Bitcoin Netzwerk zu sichern.

Damit eine Person berechtigt ist, einen Block zur Bitcoin Blockchain hinzuzufügen, muss sie zunächst einen so genannten Mining Node betreiben.

Nach erfolgreicher Einrichtung eines Mining Nodes kann eine Person damit beginnen, Blöcke zu erstellen, die dann an das Bitcoin Netzwerk weitergeleitet werden, um auf ihre Gültigkeit geprüft zu werden. Innerhalb eines Blocks befindet sich ein sogenannter Block-Header; um einen Block zu konstruieren, müssen 6 Parameter vom Miner ausgefüllt werden. Diese beinhalten:

Version – Versionsnummer der Bitcoin-Software
Previous block hash – Verweis auf den Hash des vorherigen Blocks
Merkle Root – Ein repräsentativer Hash aller im Block enthaltenen Transaktionen
Zeitstempel – Die Zeit, zu der der Block erstellt wurde
Target – Proof-of-Work-Algorithmus für den Block
Nonce – Die Variable, die im Proof-of-Work-Prozess verwendet wird

Zusammensetzung eines Bitcoin-Blocks

Bild von Gizmodo


Wie in der obigen Abbildung zu sehen ist, muss der Block-Header des vorherigen Blocks zweimal durch den SHA-256-Algorithmus geschickt werden, damit ein Miner den Hash-Parameter des vorherigen Blocks erzeugen kann, dies wird auch als Doppel-SHA-256 bezeichnet:

Previous Block Hash = SHA-256(SHA-256(Block Header))

Der SHA-256-Algorithmus wird auch verwendet, um die Merkle-Wurzel (Master-Hash) zu erzeugen, die dann anschließend in den Block-Header eingefügt wird. Eine umfassende Erklärung dieses Aspekts des Bitcoin Protokolls finden Sie z.B. in englischer Sprache hier: Merkle Tree & Merkle Root.

Nach erfolgreicher Konstruktion eines Blocks kann der Miner nun mit dem Mining-Prozess beginnen, wobei sich ein weiterer Anwendungsfall des SHA-256-Algorithmus ergibt.

In diesem Fall ist ein Parameter des Block-Headers, die Nonce, eine Variable, die wiederholt geändert wird, und nach dem Hashing des Block-Headers mit der SHA-256-Funktion wird der Miner als erfolgreich angesehen, wenn der Hash unter dem Zielwert liegt.

Wenn die Nonce z. B. die Variable „12345“ wäre, würde diese im Block-Header neben den anderen 5 oben aufgeführten Parametern platziert werden. Der Block-Header würde dann gehasht werden, aber wenn sich der resultierende Hash als über dem Zielwert („Anzahl Nullen vorne“, Vorgabe durch die aktuelle Difficulty) liegend erweist, muss der Miner es erneut versuchen.

Der Miner kann dann die Nonce in eine andere Variable ändern, z. B. „90872“, und diese im Block-Header platzieren, wobei die anderen 5 Parameter konstant bleiben. Der resultierende Hash liegt unter dem Zielwert, daher wird der Block des Miners dann an das Netzwerk weitergeleitet, um sicherzustellen, dass er gültig ist.

Erstellung von Bitcoin-Adressen

Um eine Bitcoin-Adresse zu erzeugen, wird ein privater Schlüssel, der eine zufällig ausgewählte Zahl ist, mit einer elliptischen Kurve multipliziert, um einen öffentlichen Schlüssel zu erzeugen. Dieser öffentliche Schlüssel wird dann durch die beiden Hash-Algorithmen SHA-256 und RIPEMD160 geschickt.

Dabei ist K = der öffentliche Schlüssel und A = Bitcoin-Adresse:

A = RIPEMD160(SHA-256(K))

Die Verwendung der Hash-Algorithmen SHA-256 und RIPEMD160 für die Erstellung einer Bitcoin-Adresse hat einen entscheidenden Vorteil:

Kürzere Adressen

Kürzere Adressen: Ein öffentlicher Schlüssel ist 256 Bit lang, während die gehashte Version, also die Bitcoin Adresse, 160 Bit lang ist. Dies macht es für die Benutzer aufgrund der kürzeren Zeichenlänge viel bequemer zu verwenden.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der SHA-256-Hashing-Algorithmus ein integraler Bestandteil des Bitcoin Protokolls ist. Er wurde in verschiedenen Bereichen der Technologie implementiert, z. B. beim Bitcoin Mining, bei Merkle-Bäumen und bei der Erstellung von Bitcoin-Adressen.


Im englischen Original hier zu finden.

Was ist KYC?

KYC oder „Know your customer“ (Kenne deinen Kunden) ist eine Vorschrift, an die sich jedes Unternehmen mit einer Bankbeziehung halten muss. Bitcoin-Börsen bilden da keine Ausnahme.

Diese Regeln gelten weltweit und zielen darauf ab, sicherzustellen, dass ein Unternehmen, das als Geld-Händler und/oder Transmitter agiert, über „geeignete“ Informationen über jeden Kunden verfügt, den sie bedienen.

Innerhalb des Bitcoin-Space ist „KYC“ eine Krankheit, die sich langsam und heimlich immer weiter ausbreitet.

Firmen wie Relai oder Pocket nutzen z. B. eine in der Schweiz übliche Methode, welche als „KYC light“ betrachtet wird. Hier muss man sich nicht mit Ausweis-Kopie oder Videobestätigung anmelden, es reicht sich die App herunterzuladen.

Problem: Wenn Sie über eines der regulierten Unternehmen kaufen, kennzeichnen Sie Ihre Bitcoin-Adressen mit Ihrer persönlichen Identität.

Das macht es für die Blockchain-Überwachungsfirmen, die Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten, oder schlimmer noch, für die Regierungen trivial…

  • Ihre Ausgabengewohnheiten zu verfolgen
  • diese Bitcoins zu markieren
  • Ihre Bitcoin zu beschlagnahmen
  • Steuerverbindlichkeiten einzutreiben
  • mehr über einen persönlich zu wissen, als sie sollten


Automatische DCA (automatisierte feste monatliche/wöchentliche Einkäufe von Bitcoin) von einem einzigen Bitcoin-Unternehmen macht das ‚Stapeln von Sats‘ halt super einfach und relativ leicht, das ist klar…

Trotzdem sollten Sie darüber nachdenken, was Sie für diese Einfachheit bezahlen oder riskieren.

Welche Informationen muss ich bei KYC zur Verfügung stellen?

Um Bitcoin von einer KYC-Börse (wie z. B. Coinbase, Bitcoin.de, Bitstamp, Bitpanda usw.) zu kaufen, müssen Benutzer ihre persönlichen Informationen angeben.

Was Sie alles angeben müssen, variiert von einem zum anderen, einige benötigen bei kleinen Beträgen einen einfachen Namen (Sie könnten hier leicht einen falschen Namen angeben) und andere benötigen sie alle.

Die meisten werden eine beliebige Kombination der folgenden Angaben verlangen…

  • Name
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • Führerschein
  • Personalausweis-Nummer
  • Ein Selfie, der einen Zettel mit dem Namen der Börse und dem Datum enthält
  • Ein Videoanruf mit der Vermittlungsstelle

Warum ist die Bereitstellung dieser KYC Informationen ein Risiko?


Datenlecks
KYC-Informationen verbinden Ihre persönliche Identität mit jedem Bitcoinkauf. Der Betreiber der Bitcoin Plattform weiß also…

  • Wie viel Sie gekauft haben
  • Wann Sie gekauft haben
  • Ihre Bankinformationen
  • Wohin Sie diese senden


Eine zentrale Partei, welche diese sensiblen und persönlichen Daten von Millionen von Menschen speichert, schafft natürlich einen riesigen Honigtopf, der aufgrund inkompetenter Sicherheitspraktiken einiger dieser Unternehmen ständig von Diebstahl und Missbrauch bedroht ist.

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Name, Ihre Adresse, Ihr Foto und die genaue Menge an Bitcoin, die Sie besitzen, von einer Börse gestohlen und an den Meistbietenden auf dem Schwarzmarkt verkauft würde?

Das klingt nach Panikmache, passiert aber leider viel zu häufig. Das Darknet ist anscheinend voll mit diesen Bitcoin-Börsen-User-Daten und selbst unverschuldete Datenlecks kommen nur allzu oft vor!

Zensur
Die meisten Bitcoin-Börsen arbeiten in irgendeiner Form direkt mit Blockchain-Überwachungsfirmen (und fast alle davon arbeiten im Auftrag der Regierungsbehörden!) zusammen, um in der von ihnen gewählten Gerichtsbarkeit konform zu bleiben.

Die vollkommen transparente Natur der Bitcoin-Blockchain bedeutet, dass jeder, der über das richtige Instrumentarium verfügt (wie z.B. eine Blockchain-Überwachungsfirma), Ihre Aktivitäten verfolgen kann.

Wenn Sie bei einer Stelle, die der Börse nicht gefällt, Geld abheben oder einzahlen, kann diese Ihr Konto einfrieren oder sogar schließen. Nicht gerade passend zu den zensurresistenten Eigenschaften, für die Bitcoin bekannt ist.

Executive Order 6102
Die Executive Order 6102 ist eine Executive Order, die am 5. April 1933 vom US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt unterzeichnet wurde und „das Horten von Goldmünzen, Goldbarren und Goldzertifikaten innerhalb der kontinentalen Vereinigten Staaten verbietet„.

Hier in Deutschland ist der rechtliche Ansatz für KYC das „Geldwäschegesetz“ mit der aktuellsten Änderung vom 23. Juni 2017. Der hier aktive Rechtsrahmen verpflichtet alle Finanzunternehmen, eine Risikoanalyse sowie Sicherheitsmaßnahmen anzusetzen.

Diese Daten der Risikoanalyse sind zu dokumentieren, ständig zu aktualisieren und den Aufsichtsbehörden bei Anfrage zur Verfügung zu stellen.

Geldbußen, die vielfältig gegen Banken verhängt wurden, sprechen eine klare Botschaft aus: Nichteinhaltung von KYC Regeln führen zu hohen Strafen

Das Hauptziel von KYC ist laut Geldwäschegesetz – GwG die Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung und natürlich Geldwäsche.

Wenn die Regierung in Ihrem Land eine ähnliche Verfügung gegen Bitcoin erlassen würde, wäre quasi jeder, der Bitcoin über eine KYC-Quelle kauft, ein leichtes Ziel für eine Beschlagnahmung.

Die oft lustig erwähnte Ausrede, dass Sie „die Bitcoin bei einem Bootsunfall verloren haben“, wird Sie im Einzelfall nicht weit bringen, wenn Sie z. B. unter dem Druck einer Agentur mit drei Buchstaben stehen.

Steuerbehörden auf der ganzen Welt stellen den Einzelnen in die Pflicht, seine Unschuld zu beweisen.

Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Behörden die Adressen kennen, an welche Sie versendet haben, und diese auf etwaige weitere Bewegungen beobachten könnten (Die Blockchain ist völlig transparent, vergessen Sie das nicht).

Coinjoin kann zwar die endgültige Adresse Ihrer Bitcoin verschleiern, wenn Sie gute Post-Buy-Gewohnheiten praktizieren, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die Behörden genau wissen, wie viel Sie gekauft haben und wann Sie es gekauft haben.

Ohne KYC Bitcoin kaufen?

Glücklicherweise gibt es einige Möglichkeiten, Bitcoin über no-KYC-Quellen zu kaufen. Dies sind P2P-Börsen (Peer-to-Peer), bei denen Sie direkt mit einer anderen Person und nicht mit einer zentralisierten dritten Partei handeln.

Zu nennen wären hier:

Hodl Hodl
Bisq

Mehr Möglichkeiten KYC-frei Bitcoin zu kaufen (Achtung, einige der hier gelisteten Plattformen/Seiten verkaufen BitcoinSV oder BitcoinCash, beides nur erfolglose Altcoins und Kopien von Bitcoin.)

Bisq - bitcoin mit sepa ueberweisung kaufen

Bitcoin-Geldautomaten
Geldautomaten sind eine weitere großartige Option, die jedoch mit Vorsicht zu verwenden ist, da einige je nach gekauftem Betrag immer noch unterschiedliche Identifikationsniveaus erfordern.

Für viele wird lediglich eine Telefonnummer benötigt, also stellen Sie sicher, dass Sie eine Telefonnummer verwenden, die nicht mit Ihrer persönlichen Identität verknüpft ist.

Schauen Sie z. B. unter Coin ATM Radar nach, um einen guten Überblick über das Angebot in Ihrer Region zu erhalten.

Ist der Kauf von Bitcoin ohne KYC nicht mit einem preislichen Aufschlag verbunden?
Es ist absolut richtig, dass Angebote zum Kauf von Bitcoin auf P2P-Börsen wie Bisq und HodlHodl eine recht hohe Prämie gegenüber dem Kurs auf den KYC-Börsen aufweisen.

Wenn Sie jedoch geduldig genug sind, können Sie einige zum Spotpreis oder nur geringfügig (1-5%) darüber erwerben.

Sowohl Bisq als auch HodlHodl erlauben es Ihnen, ein „Kaufangebot“ zu erstellen, das im Wesentlichen darin besteht, dass Sie dem Markt mitteilen, dass Sie eine Bitcoin-Menge von „X“ zu „X%“ relativ zum eigentlichen Kurs kaufen möchten.

Alles, was Sie dann tun müssen, ist darauf zu warten, dass ein Verkäufer Ihr Angebot akzeptiert und den Handel abschließt.

Wir persönlich verfolgen diesen Ansatz und haben noch nie länger als einen Tag gewartet, bis jemand das Angebot mit einer Prämie von etwa 2-5% annimmt, die wir nur allzu gerne für den enormen Zugewinn an Privatsphäre bezahlen.

Ein Gedankenexperiment bezüglich der no-KYC-Bitcoin-„Prämie“.
Sollten Sie jemals KYC-Bitcoin verkaufen, werden Sie je nach Ihrer Gerichtsbarkeit wahrscheinlich etwa 20 % Ihres Gewinns an Kapitalertragssteuer (oder entsprechende MwSt.-/GST-Verpflichtungen) zahlen. 1 BTC zu 10.000 $ kaufen und zu 20.000 $ verkaufen, sorgt für etwa 2000 $ Steuerzahlung.

Wenn Sie aber 1 BTC mit einer Prämie von 4% über dem eigentlichen Kurs von 10.000 $ gekauft hätten, hätten Sie für die gleiche Menge an Sats 10.400 $ bezahlt, und die einzige Person, die weiß, dass Sie diese besitzen, ist Ihr Handelspartner.

Wie bekomme ich sonst noch Bitcoin ohne KYC?
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, jede mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und Komplexität…

  • Arbeiten für Bitcoin als Bezahlung
  • Waren gegen Bitcoin verkaufen
  • Kaufen Sie BTC von einem Freund oder bei einem lokalen Treffen
  • Bieten Sie anderen einen Mehrwert und nutzen Sie eine Spendenseite
  • Bezahlen Sie das Abendessen, wenn Sie mit Freunden ausgehen, und bitten Sie sie, Ihnen das Geld per Bitcoin zu erstatten (vielleicht für einen kleinen Rabatt?)
  • Minen

Kann ich KYC selbst aufheben?
Wenn Sie Bitcoin einmal von einer KYC-Quelle gekauft haben, können Sie dies nie mehr rückgängig machen.

Nicht einmal mit fortschrittlichen Techniken wie Coinjoin, die eine zukunftsweisende Privatsphäre schaffen. Sie haben aber zwei Hauptoptionen…

Gehen Sie genau den Weg zurück, den Sie gekommen sind, und fangen Sie neu an:
Verkaufen Sie Ihre von der KYC-Börse gekauften Bitcoin an der Börse, an der Sie sie auch gekauft haben.

Abhängig von Ihrer Gerichtsbarkeit wird dies wahrscheinlich ein steuerpflichtiges Ereignis auslösen, mit dem Sie sich auseinandersetzen müssen, aber Sie werden dann auf Papier nachweisen können, dass Sie diese Bitcoin nicht mehr besitzen.

Dieses Verfahren bietet Ihnen einen „sauberen Start“, von dem aus Sie Bitcoin über eine Nicht-KYC-Quelle beziehen können, in der Gewissheit, dass Sie den oben beschriebenen Risiken nicht mehr ausgesetzt sind (abgesehen von den Datenlecks, da die beaufsichtigten Stellen gesetzlich verpflichtet sind, diese Aufzeichnungen eine Zeit lang aufzubewahren).

Nutzen Sie zwei verschiedene Stapel
Stellen Sie den Kauf von Bitcoin über KYC-Quellen sofort ein und trennen und kennzeichnen Sie diese Bitcoin vollständig.

Beginnen Sie mit dem Bezug von Bitcoin über eine Nicht-KYC-Quelle und stellen Sie sicher, dass Sie die vollständige Trennung beibehalten.

Diese Option macht Sie immer noch anfällig für einige der oben beschriebenen Risiken, kann aber für diejenigen mit kleineren KYC-Beträgen oder für diejenigen, die nicht verkaufen und mit steuerpflichtigen Ereignissen handeln wollen, günstiger sein.

Sie sollten auch erwägen, Ihren KYC-Bitcoin-Stapel zu Coinjoinen. Dies wird zwar Ihre KYC-Vorgeschichte nicht auslöschen, aber es würde eine zukunftsorientierte Privatsphäre für kommende Transaktionen bieten.

Wasabi ist bei weitem die einfachste und effektivste Bitcoin Coinjoin-Implementierung, herunterladen kann man sich die Software hier.

Erzähl mir etwas über Bitcoin

Wir hören immer: „Bitcoin fixes this„. Aber was beabsichtigt Bitcoin eigentlich zu lösen?

Bitcoin wurde geschaffen, um eine globale, digitale Bindung an eine Fiat-Währung zu schaffen. Seit 1971 ist Geld nicht mehr an eine Fiat-Währung gebunden.

Die Erfahrung zeigt: Regierungen auf der ganzen Welt werden nach und nach ihr Fiat-Geld weiter entwerten, um durch Finanz-Handel weiterhin benötigtes (fake) Wachstum zu schaffen.

Sie haben sicher bemerkt, dass die bestehende Steuer- und Geldpolitik die sozialen Klassen global polarisiert.

Dies ist das Ergebnis einer übertriebenen inflationären Geldpolitik ohne Währungsbindung.

Tun Sie sich selbst einen Gefallen und googeln Sie Cantillon-Effekt (“ Verlierer im Prozess der Geldschöpfung sind diejenigen, bei denen das Geld gar nicht landet, die aber dennoch die wegen der kreditschöpfungsbedingten Inflation gestiegenen Preise zahlen müssen.“).

Da Bitcoin über einen festen Vorrat, also ein festes Limit an Münzen verfügt und auf einem vollkommen dezentralisierten (also, alle teilen es sich, niemand hat die Hoheit darüber) Protokoll (ähnlich dem Internet Protocol (IP) oder Transmission Control Protocol (TCP)) läuft, zwingt es seit zehn Jahren alle Fiat-Währungen dazu, sich an seine Regeln zu halten. 


Der Preis ist so volatil! 

Ja, das ist er – für den Augenblick. Es handelt sich um eine neue Währungsform, und die derzeitige Marktkapitalisierung ist relativ zu den bestehenden Fiat-Währungen sehr gering. Infolgedessen erhalten Sie volatile Ausschläge, also starke Preisschwankungen.

Zusätzlich hat das Bitcoin-Protokoll einen vierjährigen Zyklus, der auf einer spieltheoretischen Anreizstruktur basiert, die zur Ausführung von Fiat-Währungen verwendet wird.

Dieser Zyklus ist mathematisch simple, fest codiert und vollkommen offen einsehbar, und es ist wichtig zu verstehen, warum die Volatilität alle vier Jahre ihren Höhepunkt erreicht.

Um diesen Zyklus besser zu verstehen, lesen Sie bitte das folgende Papier: https://medium.com/@100trillionUSD/modeling-bitcoins-value-with-scarcity-91fa0fc03e25 („Die Hypothese dieser Studie lautet, dass Knappheit/Seltenheit, wie sie beim Bitcoin durch Stock2Flow gemessen wird, direkt den Wert bestimmt… Bitcoin ist das erste und einzige knappe Gut, welches die Welt je gesehen hat. Es ist seltener als Silber und Gold und kann über das Internet, Radio, Satellit usw. verschickt werden.“)


Wie sichert BTC die limitierte Anzahl?

Sie kennen das Schlagwort Blockchain? Stellen Sie sich vor, ich könnte Ihnen ein digitales Bild schicken. Sobald Sie das digitale Bild empfangen haben, sind Sie die einzige Person, die es besitzen kann. Sie können es weder kopieren noch eine Kopie davon an ein anderes Familienmitglied schicken.

Nun, das ist es, was die Bitcoin-Blockchain ermöglicht. Die Anzahl an Bitcoin welche je existieren können ist garantiert auf nur 21 Millionen Bitcoin limitert.

Und bevor Sie sagen, dass das nicht genug Einheiten für die ganze Welt sind, bedenken Sie bitte, dass Sie 1 Bitcoin in 10^-8 Einheiten zerlegen können. Oder mit anderen Worten, es gibt 2.100.000.000.000.000 Gesamteinheiten („Satoshis„). 


Es gibt eine Million verschiedener Krypto-Münzen und -Projekte – warum also Bitcoin?

Denken Sie daran, dass Bitcoin ein dezentralisiertes Open-Source-Protokoll ist. Wenn Sie untersuchen, wie Protokolle die weltweite Verbreitung erreichen, müssen Sie die Netzwerkeffekte über Kommunikationskanäle verstehen.

Obwohl Wikipedia kein Protokoll ist, kann es als Beispiel dienen. Jeder könnte den Open-Source-Code für Wikipedia kopieren, den Namen ändern und dann versuchen, neue Benutzer zu adoptieren und Wikipedia als die globale Quelle im Internet zu übernehmen.

Dies geschieht nicht aufgrund von Netzwerkeffekten. Bitcoin hat den stärksten Protokoll-Netzwerkeffekt für limitiertes, also solides Geld. Hier ist ein wichtiger Artikel, der verdeutlicht, warum es wahrscheinlich so bleiben wird: https://medium.com/@nic__carter/its-the-settlement-assurances-stupid-5dcd1c3f4e41
 („Sie sehen zwar in vielen Fällen ähnlich aus wie Bitcoin, aber keine hat die gleichen Einigung-Sicherungen.“)


Regierungen werden das niemals erlauben! 

In den ersten Jahren des Wachstums des Bitcoin-Protokolls war dies eine der größten Sorgen.

Heute ist das Gegenteil der Fall: Regierungen von Bundesstaaten wie z. B. Wyoming umgehen bereits die Gesetzgebung, um Bitcoin-Inhaber zu schützen, und Länder wie Deutschland, Australien, Südkorea und viele andere verabschieden bereits Gesetze zum Schutz des Bitcoin-Eigentums.

Hier ist ein einstündiges Gespräch, das sich nur mit dieser Frage befasst – aufgenommen im Jahr 2020: https://www.theinvestorspodcast.com/episodes/tip284-bitcoin-law-legal-implications-w-caitlin-long/


Zum Abschluss: 

Man sollte bereits wissen, dass systematisch mit der Geld- und Bank-Politik etwas nicht stimmt.

Die Welt, die Sie vor 20 Jahren kannten, ist nicht das, was Sie heute erleben. Es ist kein Geheimnis, was genau das Fiat-Geld, die Steuerausgaben und die inflationäre Geldpolitik verursachen.

Zukünftige Rettungsaktionen und eine weitere Entwertung der jeweiligen Fiat-Währung werden diesen Trend nur noch verstärken, weil sie die gleiche Politik, die uns an diesen Punkt gebracht hat, noch weiter fortführen.

Bitcoin ist die Antwort auf diese ausufernde globale Politik und die zerbrochene Anreizstruktur

Was kann Bitcoin also fixen? Die Korruption durch zentrale Verwaltung von Geld und Werten.

Durch eine selbstständige, auf reiner Mathematik und digitalen Verschlüsselungen basierender Verwaltung von Vermögen werden die Banken obsolet gemacht.

Im englischen Original von Preston Pysh (@PrestonPysh) auf https://www.dropbox.com/s/azli0pdo88y4jhl/Bitcoin%201%20Pager%20V2.docx?dl=0 zu finden.

Falls auch Sie nun auf Nummer „Sicher“ gehen wollen: Hier kann man bez. Bitcoin sicher kaufen und Handeln Infos erhalten.